ISW-Bilanz: Ukraine erobert seit Jahresbeginn mehr Gebiet zurück, als Russland eroberte.
Die Bilanz der Befreiung
Nach Angaben von UATV: Laut dem aktuellen Bericht des Institute for the Study of War (ISW) haben die ukrainischen Streitkräfte seit Jahresbeginn mehr Territorium unter ihre Kontrolle gebracht, als russische Truppen in derselben Zeit neu erobern konnten. Die ukrainischen Erfolge an der Front sind beachtlich: Seit dem 1. Januar 2026 wurden bereits über 250 Quadratkilometer befreit. Insgesamt beläuft sich die zurückgewonnene Fläche auf etwa 257 Quadratkilometer, was die aktive und erfolgreiche Gegenwehr der Ukraine unterstreicht.
Dynamische Fortschritte im Februar 2026
Die ukrainischen Truppen konnten ihre Erfolge im Februar 2026 weiter ausbauen. In der Woche vom 14. bis 20. Februar kamen 33 Quadratkilometer hinzu, gefolgt von einem noch größeren Zugewinn von 57 Quadratkilometern in der darauffolgenden Woche vom 21. bis 27. Februar. Diese Dynamik zeigt die anhaltende Kampfkraft. Zum Vergleich: In früheren Großoffensiven wurden im Juni 2023 etwa 377 Quadratkilometer und im Juli 2023 rund 257 Quadratkilometer zurückerobert, während es im September 2023 nur 1,47 Quadratkilometer waren. Die Gesamtbilanz seit Jahresbeginn 2026 liegt nun bei 460 Quadratkilometern zurückgewonnenem Territorium.
Die Analysten des ISW bewerten diese Entwicklung als strategisch bedeutsam. Sie stellen fest, dass 'die jüngsten ukrainischen Erfolge am Schlachtfeld die russischen Bemühungen durchkreuzt haben, günstige Bedingungen für eine geplante Frühjahr-Sommer-Offensive 2026 zu schaffen.' Trotz dieser ermutigenden Zahlen mahnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zur Vorsicht und betonte, dass
„die Lage nach wie vor schwierig ist“.
Die Rückeroberung dieser Gebiete ist ein deutliches Zeichen für die gestiegene Effektivität ukrainischer Militäroperationen und eine verbesserte Position an der Front. Die anhaltenden Geländegewinne sind für die Moral und die strategische Planung von enormer Bedeutung. Dennoch bleibt die Situation angespannt. Die ukrainische Führung weist weiterhin auf die Notwendigkeit hin, für weitere Herausforderungen gerüstet zu sein und betont die Wichtigkeit strategischer Vorbereitung auf mögliche neue feindliche Offensiven in der nahen Zukunft.
Lesen Sie auch
- Sieg von Paschinjans Partei bei Armenien-Wahl: Selenskyj und EU-Spitzen reagieren
- Appell an Moskau: Selenskyjs offener Brief – Signal für eine Waffenruhe?
- Polen stellt Ultimatum an Zelensky über die UPA: Risiko, den Weißen Adler zu verlieren
- Streit um Orden: Sikorski warnt vor Aberkennung von Selenskyjs Auszeichnung wegen Schröder
- König Charles III. empfängt Selenskyj in Windsor – das waren die Gesprächsthemen
- Polen diskutiert Aberkennung des Weißen-Adler-Ordens für Selenskyj – Kampagne ruft Tusk zur Verweigerung der Unterschrift auf

