Ukraine plant Verkauf von Staatsbanken: Was hinter den Plänen des Finanzministeriums steckt.
Die Strategie des ukrainischen Finanzministeriums
Nach Angaben von Espreso.tv: Das ukrainische Finanzministerium hat seine Absicht bekannt gegeben, Anteilspakete an der Ukrgasbank und der Sense Bank an Investoren zu veräußern. Darüber hinaus wird ein möglicher Verkauf der PrivatBank nach dem Ende des Kriegsrechts in Betracht gezogen. Diese Maßnahmen sind Teil einer aktualisierten Fassung der grundlegenden strategischen Ausrichtung, die vorsieht, dass für jede staatliche Bank bis Ende 2026 eine individuelle Strategie erstellt wird. Dies unterstreicht den Willen des Staates, den Finanzsektor zu stärken und in der aktuellen Wirtschaftslage zu stabilisieren.
Neue Vorgaben und Ziele für die Institute
Eine der neuen Anforderungen ist die Reduzierung des Anteils notleidender Kredite bis Ende 2027. Zudem wird eine jährliche Bewertung der Arbeit der Aufsichtsräte eingeführt, um die Effizienz der Bankenführung zu steigern. Ein wichtiger Hintergrund: Die Sense Bank war am 22. Juli 2023 in Staatseigentum übergegangen, nachdem das Finanzministerium 100 % ihrer Aktien im Zuge einer Verstaatlichung erworben hatte. Auslöser waren Sanktionen gegen die früheren Miteigentümer Michail Fridman, Pjotr Awen und Andrei Kossogow. Die geplanten Verkäufe könnten darauf abzielen, ausländische Investitionen anzuziehen und die finanzielle Situation des Landes zu verbessern – ein entscheidender Faktor für den Wiederaufbau nach dem Krieg. Die Überarbeitung der Strategien für die Staatsbanken soll zudem deren Effizienz erhöhen und Risiken im Finanzsystem mindern.
Lesen Sie auch
- Kraftstoffkrise und Kämpfe der russischen Flotte in der Krim: Was passiert jetzt?
- Ab Juli 2026: Ukraine friert Mindestlohn ein und passt Renten an
- Ukrainische Post trotzt Nationalbank: Smiljansky bleibt trotz jahrelangem Konflikt im Amt
- Krim: Behörden drosseln Verkauf von Benzin und Lebensmitteln – Zivilisten leiden unter Versorgungsengpässen
- Neue Gehaltsstufen für Soldaten: Monatliche Bezüge zwischen 30.000 und 460.000 Griwna
- PrivatBank-Kunden melden Geldeinbußen an Terminals: Hunderte Euro verschwinden spurlos

