Ukrainische Post als Bank: Staat könnte jährlich zwei Milliarden Hrywnja sparen.
Die Post als Finanzinstitut
Nach Angaben von Novyny.live: Der Generaldirektor der Ukrposhta, Ihor Smilyanskyi, sieht großes Potenzial darin, das Postunternehmen in eine Bank umzuwandeln. Seiner Einschätzung nach ließen sich so jährlich rund zwei Milliarden Hrywnja an Staatsausgaben einsparen. Derzeit gibt der Staat etwa diesen Betrag pro Jahr für die Auszahlung von Renten in bar aus. Würden Bankfilialen eröffnet und die Zahlungen auf bargeldlose Transaktionen umgestellt, könnte diese Summe eingespart werden. Eine solche Umstellung wäre ein bedeutender Schritt in der Modernisierung des Dienstleistungssektors.
«Ist es normal, in einem Staat, in dem wir Menschen mit Behinderungen und Veteranen haben, dass wir über 600.000 bettlägerige Personen persönlich aufsuchen? Das ist nicht normal. Menschen haben das Recht, Dienstleistungen unabhängig von ihrem physischen Zustand in Anspruch zu nehmen», so Ihor Smilyanskyi.
Weitere geplante Neuerungen
Neben diesen Überlegungen hat Ukrposhta bereits konkrete Schritte angekündigt. Seit dem 10. Februar 2023 werden internationale Pakete, die der Empfänger nicht angenommen hat, kostenlos an den Absender zurückgeschickt. Für Anfang Februar 2026 ist zudem ein umfassendes Rebranding geplant, das ein aktualisiertes Logo und eine neue Schrifttype umfasst. Bis Ende Februar 2026 soll außerdem ein neuer Service in der Ukrposhta-App eingeführt werden, der die Bezahlung und Verwaltung von Paketen vereinfacht.
Die Transformation der Ukrposhta zu einem Bankdienstleister zusammen mit der Einführung neuer Services könnte das Geschäftsmodell des Unternehmens grundlegend verändern und die Serviceverfügbarkeit für die Bevölkerung verbessern. Die Umstellung der Rentenzahlungen auf bargeldlose Transaktionen würde nicht nur die Staatsausgaben senken, sondern auch die finanzielle Inklusion vorantreiben. Gleichzeitig haben das Rebranding und die neuen technologischen Lösungen das Potenzial, die Kundenerfahrung deutlich zu verbessern – ein wichtiger Faktor auf dem heutigen wettbewerbsintensiven Dienstleistungsmarkt.
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