Odessa setzt auf Solarenergie: 45 Prozent der Umspannwerke zerstört.
Energieversorgung in Odessa: Eine schwierige Lage
Nach Angaben von UATV: Seit Jahresbeginn 2025 haben russische Angriffe in Odessa 34 Verteilerstationen zerstört – das sind rund 45 Prozent aller Anlagen. Die Stadt kämpft mit den Folgen für ihre Strominfrastruktur, doch es gibt Bemühungen, auf alternative Energiequellen umzusteigen. Besonders betroffen sind Stadtteile, die immer wieder unter Beschuss geraten.
Solaranlagen auf Hochhäusern: Ein Schritt zur Autonomie
Bereits im Oktober 2024 wurde in einem Wohngebäude in Odessa eine Solaranlage installiert. Der Wechselrichter dieser Station leistet 30 kW, die Batteriespeicher haben eine Kapazität von 60 kW, und das Solarfeld bringt 24 kW. Insgesamt sind in der Stadt auf Hochhäusern etwa 15 solcher Anlagen in Betrieb, die den Bewohnern mehr Unabhängigkeit vom Stromnetz verschaffen.
Dmytro Kusmenko: 'Das Haus wird jetzt aus eigener Erzeugung der hauseigenen Station versorgt. Angeschlossen sind vier Aufzüge, die Heizungsanlage, die Wasserpumpen, die Hausbeleuchtung, die Gegensprechanlagen und die Brandmeldeanlage – also alle Gemeinschaftsbereiche.'
Er betonte weiter: 'Alles läuft autark, diese Station braucht keine Wartung. Sie versorgt alles selbst. Wenn nachts kein Strom da ist, schaltet sie auf die Batterien um, scheint tagsüber die Sonne, versorgt sie das Haus mit Solarstrom.'
Doch nicht alle Bezirke Odessas sind gleich stark von den Angriffen betroffen. 'Unser Viertel hat wahrscheinlich am meisten unter den Beschüssen gelitten, deshalb hatten wir lange Stromausfälle', erklärte Alla Bondar. Sie hob die Bedeutung der neuen Solaranlagen hervor und fügte hinzu: 'Die Systeme im Haus sind so ausgelegt, dass ohne Strom weder Heizung noch Wasser funktionieren.'
Um die Energieversorgung in großen Wohnhäusern zu verbessern, hat ein Fonds die Förderung für den Einbau alternativer Energiequellen erhöht. Alla Bondar sagte dazu: 'Dieses Mal hat der Fonds die Kompensation speziell für solche großen Häuser aufgestockt, deshalb werden hier zwei Anlagen mit je 30 Kilowatt installiert.'
Diese Maßnahmen zeigen, wie die Stadt trotz der Herausforderungen versucht, die Energieversorgung zu sichern. Die Situation in Odessa spiegelt die allgemeinen Schwierigkeiten der Ukraine im Krieg wider. Der Ausbau von Solarenergie ist ein wichtiger Schritt, um Gebäude autark zu machen und die Abhängigkeit von zerstörter Infrastruktur zu verringern. Staatliche Zuschüsse für solche Systeme sind dabei eine entscheidende Hilfe für die Energiesicherheit der Region.
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