Ukraine beschlagnahmt Lokomotiven und Waggons der Belarusischen Eisenbahn – wem der Erlös zugutekommt.
Beschlagnahme von Lokomotiven und Eisenbahnwaggons
Nach Angaben von Espreso.tv: Das ukrainische Ministerium für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft gab die Beschlagnahme von Diesellokomotiven der Baureihe 2TE10 bekannt, die dem Staatsunternehmen 'Belaruskaja Tschyhunka' (Belarusische Eisenbahn) gehören. Zudem wurden Eisenbahnwaggons beschlagnahmt, die im Eigentum russischer und belarussischer Firmen stehen. Die Lokomotiven befinden sich bereits seit drei Jahren aufgrund einer Entscheidung eines Kiewer Gerichts unter Beschlag.
Bereits im September 2022 wurden in der Ukraine über 390 Eisenbahnwaggons arrestiert, die acht russischen und zwei belarussischen Unternehmen zugeordnet waren. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Waggons liegt bei rund 400 Millionen Griwna. Das Vermögen wurde im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Finanzierung von Handlungen gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Ukraine der staatlichen Vermögensverwaltungsagentur ARMA zur Verwaltung übergeben.
Witalij Petruk betonte: 'Beschlagnahmte Vermögenswerte dürfen nicht ungenutzt bleiben, wenn sie im Interesse der Ukraine eingesetzt werden können.'
Nutzung der beschlagnahmten Vermögenswerte
Diese Beschlagnahme unterstreicht die fortgesetzten ukrainischen Krisenmaßnahmen gegenüber Eigentum, das mit Aggressorstaaten in Verbindung steht. Die arrestierten Lokomotiven und Waggons könnten zur Unterstützung der ukrainischen Infrastruktur genutzt werden – ein besonders wichtiger Aspekt angesichts des Krieges und des Bedarfs an Wiederaufbau und Modernisierung des Schienenverkehrs. Die Entscheidung zeigt, wie ukrainische Behörden systematisch Vermögen von Unternehmen aus Russland und Belarus für nationale Zwecke sichern.
Entscheidend ist, dass solche Vermögenswerte nicht brachliegen, sondern dem Staat und seiner Wirtschaft dienen.
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