Bis zu 5100 Griwna Geldstrafe: Womit Eltern in der Ukraine künftig rechnen müssen.
Eltern haften: Neue Strafen in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine drohen Eltern empfindliche Geldbußen, wenn sie ihre Pflichten vernachlässigen. Dazu zählen mangelnde Fürsorge, Duldung von Mobbing oder das Nichtzahlen von Unterhalt. Besonders streng wird es ab Juli 2026: Dann treten neue gesetzliche Regelungen in Kraft, die finanzielle Sanktionen für säumige Eltern vorsehen.
Welche Strafen genau auf Eltern zukommen
Die Höhe der Strafen richtet sich nach der Art des Vergehens. Konkret sind folgende Beträge vorgesehen:
- Bei unzureichender Betreuung: 850 bis 1.700 Griwna;
- Bei Wiederholung innerhalb eines Jahres steigt die Strafe auf 1.700 bis 5.100 Griwna;
- Wer einen Minderjährigen in einen Alkoholrausch versetzt, muss mit 102 bis 136 Griwna rechnen;
- Fehlt die Anmeldung des Wohnsitzes eines Kindes, drohen 17 bis 51 Griwna.
Und was passiert bei ausbleibendem Unterhalt?
Wer einer gerichtlichen Unterhaltszahlung nicht nachkommt, muss mit gemeinnütziger Arbeit rechnen – zunächst zwischen 80 und 120 Stunden. Tritt der Fall erneut ein, erhöht sich der Arbeitsdienst auf 120 bis 240 Stunden. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Eltern ihrer Verantwortung nachkommen.
Hintergrund der Verschärfung
Die Gesetzesnovelle zielt darauf ab, die Betreuung und Erziehung von Kindern zu verbessern. Die neuen Bußgelder sollen Eltern dazu anhalten, ihre Pflichten ernster zu nehmen und für ein sicheres Umfeld zu sorgen. So will der Gesetzgeber Fälle von Vernachlässigung und Gewalt reduzieren.
Die Einführung dieser Sanktionen unterstreicht, wie wichtig dem ukrainischen Staat der Schutz von Kindern ist. Erhofft wird nicht nur eine höhere Verantwortungsbereitschaft der Eltern, sondern auch ein aktiveres Engagement für das Wohl der Kinder. Langfristig könnten die neuen Regeln zu einem besseren sozialen Klima beitragen und die Zahl der Übergriffe und Verwahrlosungsfälle senken.
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