Die Regierung führt eine Steuer auf OLX ein: Wer wird ab 2026 10% vom Verkauf zahlen?.
Nach Angaben von inkorr.com: Das Kabinett der Minister der Ukraine hat einen Gesetzesentwurf genehmigt, der eine 10% Steuer auf jeden Verkauf von Waren oder Dienstleistungen über Online-Plattformen einführt. Dieses Gesetz hat bereits den inoffiziellen Namen 'OLX-Steuer' erhalten und tritt ab 2026 in Kraft, was Millionen von Ukrainern betreffen wird. Darüber berichtet RBC-Ukraine.
Die Steuerbehörde wird Zugang zu den Verkäufen der Ukrainer auf OLX und Rozetka erhalten
Der Gesetzesentwurf Nr. 14025 ändert den Steuerkodex und gewährt den Steuerbehörden Zugang zu Bankdaten für eine bessere Kontrolle.
Wenn das Gesetz von der Werchowna Rada genehmigt wird (Experten sind sich dessen sicher), werden Plattformen wie OLX, Rozetka oder Upwork verpflichtet sein, über die Einnahmen ihrer Nutzer zu berichten. Die Betreiber der Plattformen werden Daten an den Staatlichen Steuerdienst übermitteln, was zu höheren Gebühren auf diesen Diensten führen kann.
“OLX-Steuer”: die Meinung der Experten
Diese Initiative ist durch die Verpflichtungen der Ukraine gegenüber der EU und dem IWF bedingt, die im Memorandum festgelegt sind. Im Budget für 2026 sind bereits 14 Milliarden UAH an Einnahmen aus dieser Steuer eingeplant, daher erscheint ihre Verabschiedung unvermeidlich. Der stellvertretende Direktor des Nationalen Instituts für strategische Studien, Jaroslav Zhalil, erklärt:
“Der Gesetzesentwurf betrifft in erster Linie Unternehmer, die Online-Plattformen zur Optimierung ihrer Steuerlast genutzt haben. Das könnte zu steigenden Preisen für Waren und Dienstleistungen führen, die über solche Plattformen verkauft werden.”
Der Managing Partner der Anwaltskanzlei EvrikaLaw, Andriy Shabelnykov, merkt an:
“Offensichtlich wird dies zu höheren Gebühren auf Plattformen führen, die unter das neue Gesetz fallen.”
Experten betonen, dass das Ziel der Initiative darin besteht, den Online-Handel aus dem Schatten zu holen, der jährlich Milliarden UAH ausmacht. Für gewöhnliche Ukrainer bedeutet dies jedoch neue Ausgaben: von Verkäufen gebrauchter Dinge auf OLX bis hin zu Freelancing auf Upwork.
Wer wird die “OLX-Steuer” zahlen
Die neue Steuer wird jeden Bürger ab 18 Jahren betreffen, der Waren oder Dienstleistungen über digitale Plattformen verkauft. Hier sind einige zentrale Beispiele:
- Verkauf von Waren auf OLX oder Rozetka;
- Vermietung von Immobilien oder Autos über Airbnb, Booking.com oder BlaBlaCar;
- Erbringung von Dienstleistungen auf Uklon, Bolt, Kabanchik oder Upwork.
Die Steuer wird dabei Vermittler umgehen: Zahlungssysteme wie LiqPay oder WayForPay, Werbedienste und Softwareentwickler bleiben außerhalb der Kontrolle. Dies wird eine Doppelbesteuerung vermeiden, konzentriert sich jedoch auf die Endverkäufer.
Ähnliche Regeln gelten bereits seit 2021 in der EU, wo Plattformen automatisch Steuern einbehalten. In der Ukraine ist der Online-Handel aufgrund des Krieges und der Digitalisierung des Geschäfts im vergangenen Jahr um 30% gewachsen, aber der Schattensektor hat die Möglichkeit zur Besteuerung verloren. Jetzt strebt die Regierung an, diese Lücke zu schließen, um das Budget für Verteidigung und soziale Bedürfnisse aufzufüllen.
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