Deutlicher Anstieg bei Stellenangeboten für Menschen mit Behinderung in der Ukraine: Gehaltssprünge von bis zu 85 Prozent.
Arbeitsmarkt in der Ukraine: Mehr Jobs und höhere Löhne für Menschen mit Behinderung
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Arbeitsmarkt zeigt eine erfreuliche Entwicklung in Richtung Inklusion. Im Mai 2026 waren landesweit 13.135 Stellen speziell für Menschen mit Behinderung ausgeschrieben. Das ist ein Zuwachs von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, als noch 11.225 Positionen angeboten wurden. Diese positive Dynamik unterstreicht die wachsende Bereitschaft von Unternehmen, Arbeitsplätze für diese Bevölkerungsgruppe zu schaffen.
Parallel dazu steigen auch die Gehälter. Im Mai 2023 lag der Durchschnittsverdienst für Arbeitnehmer mit Behinderung bei 26.400 Griwna – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders lukrativ ist der Beruf des Stuckateurs: Hier werden bis zu 80.000 Griwna gezahlt, was 23 Prozent über dem marktüblichen Niveau liegt. Im Kultursektor beträgt das Durchschnittsgehalt im Juni 2023 zwar 28.000 Griwna, allerdings ist die Zahl der offenen Stellen in diesem Bereich um 28 Prozent zurückgegangen.
Große Gehaltsunterschiede zwischen den Berufen
Ein Blick auf die verschiedenen Berufsgruppen offenbart teils enorme Lohnunterschiede. Die Spitzenverdiener sind:
- Fassadenbauer mit 75.000 Griwna (32 Prozent über dem Marktdurchschnitt)
- Maurer mit 73.300 Griwna (27 Prozent mehr als die Standardvergütung)
- Fernfahrer mit 60.000 Griwna (nur 2 Prozent über dem Marktwert)
- Zahnärzte mit 60.000 Griwna – ein beachtlicher Sprung von 85 Prozent über dem branchenüblichen Median
Auch andere Berufe bieten konkurrenzfähige Löhne. So verdienen Karosseriebauer 56.300 Griwna, Monteure und Autolackierer jeweils 50.000 Griwna (32 Prozent über dem Durchschnitt). Maler und Kfz-Elektriker erhalten ebenfalls 50.000 Griwna, wobei die Abweichung nach oben bei 39 bzw. 18 Prozent liegt.
Diese Zahlen belegen einen positiven Trend bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Die wachsende Zahl an Stellen und die steigenden Löhne sind ein wichtiger Schritt hin zu mehr Inklusion auf dem ukrainischen Arbeitsmarkt. Wichtig ist jedoch auch der Hinweis, dass die bestehenden Lohnunterschiede zwischen den Berufen eine fortlaufende Beobachtung und gegebenenfalls Regulierung erfordern, um faire Arbeitsbedingungen für alle zu gewährleisten. Die Daten zeigen, dass sich die gesellschaftliche Wahrnehmung und die beruflichen Chancen für Menschen mit Behinderung allmählich verbessern, auch wenn weiterhin Handlungsbedarf besteht.
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