Geologisches Rätsel im Atlantik gelöst: Wie Plattentektonik den gewaltigen King's Trough formte.

Geologisches Rätsel im Atlantik gelöst: Wie Plattentektonik den gewaltigen King's Trough formte
Geologisches Rätsel im Atlantik gelöst: Wie Plattentektonik den gewaltigen King's Trough formte

Die Erforschung des King's Trough

Nach Angaben von TSN.ua: Ein internationales Forscherteam hat erstmals die Ursache für die Entstehung des King's Trough im Nordatlantik entschlüsselt. Diese unterseeische Struktur übertrifft den Grand Canyon an Größe. Die Studie belegt, dass tektonische Bewegungen zusammen mit erhöhten Temperaturen im Erdmantel für die Bildung dieser gewaltigen Spalte verantwortlich sind. Der King's Trough liegt etwa tausend Kilometer westlich von Portugal und erstreckt sich über fast 500 Kilometer – eine wahrhaft monumentale Formation am Meeresgrund.

Am östlichen Rand dieser Tiefseestruktur befindet sich der Peak Deep, einer der tiefsten Punkte im gesamten Atlantik. Vor 37 bis 24 Millionen Jahren verlief hier die Grenze zwischen der Europäischen und der Afrikanischen Lithosphärenplatte. Die entscheidenden Daten für diese neuen Erkenntnisse sammelte ein Team unter Leitung des deutschen GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung. Das Probenmaterial wurde während der Expedition M168 an Bord des Forschungsschiffs METEOR im Jahr 2020 gewonnen.

Bedeutung der Forschungsergebnisse

Das Alter der untersuchten vulkanischen Gesteinsproben wurde an der University of Madison in den USA bestimmt. Diese Studie eröffnet neue Perspektiven für das Verständnis geologischer Prozesse in den Ozeanen und kann als Modell für die Untersuchung ähnlicher Strukturen weltweit dienen. Solche Tiefseegräben sind Archive der Erdgeschichte, die langsam entschlüsselt werden.

Die Entdeckung ist von großer geologischer Bedeutung, da sie ein besseres Verständnis der tektonischen Kräfte ermöglicht, die den Meeresboden formen. Dieses Wissen kann die Erforschung anderer Ozeanregionen vorantreiben und unser Bild von der Dynamik des Erdinneren erweitern. In einem größeren Zusammenhang tragen solche Erkenntnisse auch dazu bei, natürliche Prozesse besser einzuordnen und die langfristigen Veränderungen unseres Planeten zu verstehen.


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