Gehaltsplus für Lehrkräfte: Ab wann 40 Prozent mehr gezahlt werden.
Mehr Geld für ukrainische Pädagogen
Nach Angaben von Novyny.live: Lehrkräfte in der Ukraine erhalten ab Ende Januar 2026 ein um 40 Prozent erhöhtes Grundgehalt. Dies sieht eine Verordnung des Ministerkabinetts vom 26. Dezember 2025 (Nr. 1749) vor. Die Erhöhung betrifft explizit die tariflichen Grundgehälter, nicht jedoch das Gesamteinkommen inklusive aller Zulagen. Mit dieser Maßnahme soll die finanzielle Situation der Pädagogen angesichts der aktuellen Herausforderungen verbessert werden.
So berechnen sich die Grundgehälter
Die Berechnung der tariflichen Grundgehälter für Lehrer erfolgt auf Basis des einheitlichen Tarifnetzes, das 25 Stufen umfasst. Lehrkräfte werden in der Regel den Stufen 10 bis 14 zugeordnet. Schulleiter erhalten Stufen zwischen 14 und 18. Der Basiswert für die Berechnung im Jahr 2026 liegt bei 3.470 Hrywnja. Daraus ergeben sich folgende Mindestgrundgehälter:
- Für Tarifstufe 12: 7.356 Hrywnja;
- Für Tarifstufe 14: 8.397 Hrywnja;
- Für Tarifstufe 16: 9.681 Hrywnja;
- Für Tarifstufe 18: 11.138 Hrywnja.
Zusätzlich wurde bereits mit Kabinettsbeschluss vom 8. November 2024 (Nr. 1286) eine monatliche Zulage von 2.000 Hrywnja für alle pädagogischen Fachkräfte festgelegt. Lehrpersonal in frontnahen Gemeinden erhält mindestens 4.000 Hrywnja pro Monat extra. Diese Reformen zielen darauf ab, die materielle Absicherung der Lehrkräfte zu stärken – ein wichtiger Schritt für die gesamte Bildungssphäre des Landes.
Die Gehaltserhöhung für ukrainische Lehrer ist ein wichtiger Schritt, um die pädagogische Tätigkeit zu fördern und neue Fachkräfte für das Bildungswesen zu gewinnen.
Quelle: Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche im Land kann diese Entscheidung die Arbeitsbedingungen für Pädagogen verbessern und so langfristig die Qualität der Bildung heben. Die Regierung versucht damit, attraktivere Rahmenbedingungen zu schaffen, was sich positiv auf die Entwicklung des gesamten Bildungssystems auswirken könnte.
Lesen Sie auch
- Warum Deutschlands Munitionsausgaben 2027 sinken – und was das für die Ukraine bedeutet
- USA verabschieden Gesetz gegen Russlands Ölhandel: Besonders betroffen sind China, Indien und die Jamal-Anlage
- Kiews Wintervorbereitung schlechter als in Charkow – Energieexperte Omelchenko zieht kritische Bilanz
- Nach Lagerangriff: Wildberries entfernt 'Alles für die SMO'-Suchkategorie – Händler erhalten keine Entschädigung
- Die Griwna als Geheimwaffe: Wie die ukrainische Währung schon vor der Unabhängigkeit geschmiedet wurde
- Ukrainischer Rüstungsproduzent steigert Ausstoß: 200 Marschflugkörper pro Monat und Einstieg in ballistische Waffen

