Gedenkrituale für Vermisste: Psychologin Petryshyn mahnt mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit an.
Erinnerungskultur für Vermisste und Gefallene
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Psychologin Petryshyn spricht sich für mehr Rituale und Gedenkorte aus, um den Angehörigen von Vermissten und Gefallenen Halt zu geben. Sie weist darauf hin, dass Vermisste entweder in Gefangenschaft oder bereits tot sein können. Die Ungewissheit über ihr Schicksal dauere oft Monate, Jahre oder sogar unbegrenzt an.
Viele Familien suchten Bestätigung bei früheren Kameraden oder Kommandeuren, so Petryshyn.
„Die aktuellen Zahlen der Vermissten sind enorm – wir müssen auch diesen Verlust benennen und betrauern“, betont sie.Die Gesellschaft sei gefordert, sich stärker mit dem Schicksal der Vermissten auseinanderzusetzen.
„Ein Mensch, der einen geliebten Menschen vermisst, lebt in völliger Ungewissheit – er weiß nicht, wo dieser ist“, erklärt Petryshyn. Diese emotionale Not mache deutlich, wie wichtig feste Gedenkorte seien, um sowohl Tote als auch Vermisste zu ehren.
Gedenken als gesellschaftliche Verantwortung
Die Psychologin hebt hervor, dass es nicht nur um individuelle Trauer gehe, sondern auch um eine gesellschaftliche Aufgabe. Die Schaffung von Ritualen und Gedenkstätten könne Familien unterstützen, die im Krieg Angehörige verloren haben. Zugleich trage sie zur kollektiven Erinnerung bei – ein wichtiger Schritt für Heilung und Versöhnung.
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