75 Millionen Euro und Gold beschlagnahmt: Ungarn stoppt ukrainische Geldtransporter.
Ein Skandal um Geldtransporte und Öl
Nach Angaben von UATV: Ungarn setzt seine konfrontative Haltung gegenüber der Ukraine fort. Diese zeigt sich nicht nur in Problemen beim Öltransit durch die Pipeline 'Druschba', sondern auch in der Festnahme ukrainischer Geldboten. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán droht sogar damit, lebenswichtige Ressourcen-Lieferungen in die Ukraine auszusetzen – eine Ankündigung, die in Kiew große Besorgnis auslöst.
Am 5. März 2026 hielt Ungarn zwei Fahrzeuge des ukrainischen Dienstleisters 'Oschadbank' an. An Bord befanden sich enorme Werte:
- 40 Millionen US-Dollar
- 35 Millionen Euro
- 9 Kilogramm Gold
Die ungarische Steuer- und Zollbehörde leitete ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Geldwäsche ein. Der Vorfall erregt besonderes Aufsehen, weil im vergangenen Jahr Güter im Wert von über 900 Millionen Dollar und 420 Millionen Euro durch Ungarn in die Ukraine transportiert worden waren. Solche Geldtransporte sind für die Kriegswirtschaft der Ukraine von existenzieller Bedeutung.
Die sieben festgehaltenen ukrainischen Mitarbeiter der 'Oschadbank' sind inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bestätigte, dass die Fahrzeuge und das Personal ohne Begründung festgehalten worden seien.
„Ich habe Präsident Selenskyj bereits informiert, dass es uns gelungen ist, die Freilassung von sieben ukrainischen Bürgern zu erreichen, die in Budapest festgehalten wurden“ – Andrij SybihaDie ungarischen Behörden hatten parallel dazu angekündigt, alle festgenommenen Ukrainer abschieben zu wollen.
Energiesicherheit im Schatten politischer Spannungen
Ungarns Energieminister Gábor Czepek stellte klare Forderungen an die Ukraine und erklärte:
„Solange Kiew diese strategischen Öllieferungen nach Ungarn nicht wieder aufnimmt, werden wir einem Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro nicht zustimmen.“Viktor Orbán unterstrich seinerseits die Notwendigkeit, die 'Druschba'-Pipeline wieder in Betrieb zu nehmen. Dies zeigt, wie sehr die Energiepolitik die bilateralen Beziehungen belastet.
Die Nationalbank der Ukraine bestätigte den Vorfall. Der beschlagnahmte Wert betrug insgesamt 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Gold. Diese Vorfälle sind ein deutliches Zeichen für die zunehmenden Spannungen zwischen den Nachbarländern. Sie illustrieren, wie wirtschaftliche Interessen und politische Konflikte die Zusammenarbeit zwischen Staaten beeinträchtigen können.
Die Festnahme der Geldboten und die Drohungen aus Budapest, die Öllieferungen zu stoppen, könnten schwerwiegende Folgen für die Energiesicherheit in der Region haben. Die Ukraine ist auf den Import von Energieressourcen angewiesen. Solche Schritte Ungarns verschärfen die Lage in einer ohnehin instabilen wirtschaftlichen Situation. Die Ereignisse zeigen eindrücklich, wie politische Motive Wirtschaftsbeziehungen instrumentalisieren können – und unterstreichen die dringende Notwendigkeit diplomatischer Lösungen.
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