Ukraine verschärft Tierschutz: Parlament beschließt umfassendes Gesetz.
Neue Regeln gegen Tierquälerei
Nach Angaben von Novyny.live: Das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat am 15. Januar mit großer Mehrheit ein wegweisendes Tierschutzgesetz verabschiedet. Für den Gesetzentwurf Nr. 11328 stimmten 233 Abgeordnete. Die Neuregelung verbietet grausame Behandlung von Haustieren und herrenlosen Tieren und orientiert sich an europäischen Werten.
Kern des Gesetzes ist ein umfangreiches Verbotskatalog. Künftig ist es untersagt, Tiere für Werbung, Unterhaltung oder Wettbewerbe zu nutzen, ohne ihnen artgerechte Lebensbedingungen zu bieten. Die konkreten Verbote umfassen:
- Ästhetische Operationen ohne medizinische Notwendigkeit, die das Aussehen verändern;
- Schmerzhafte kosmetische Eingriffe ohne veterinärmedizinische Indikation;
- Die dauerhafte Anbindehaltung ohne ausreichenden Auslauf;
- Das Behinderern der Fütterung von herrenlosen Tieren;
- Das Aussetzen von Tieren, was nun klar als Verantwortungsverletzung definiert wird.
Zudem werden Zuchtbetriebe strengeren Kontrollen unterworfen, um Missstände in der Tiervermehrung einzudämmen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Lebensbedingungen für Tiere in der Ukraine grundlegend zu verbessern und das gesellschaftliche Bewusstsein für ihren Schutz zu schärfen.
Ein Meilenstein für den Tierschutz
Die Verabschiedung dieses Gesetzes markiert einen bedeutenden Fortschritt im ukrainischen Tierschutzrecht. Es entspricht modernen humanitären Standards und adressiert drängende Probleme wie die große Zahl herrenloser Tiere in vielen Städten. Die Regelung kann einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Verantwortung im Umgang mit Tieren einleiten. Entscheidend für den Erfolg wird nun die konsequente Umsetzung und Überwachung der neuen Vorschriften sein, deren Wirkung genau beobachtet werden muss.
Lesen Sie auch
- Kampf gegen Abwanderung: Wie bezahlbarer Wohnraum Grenzstädte retten soll
- Neue Hilfen für Ukrainer in Kanada: Juli bringt Sozialleistungen, Änderungen im Gesundheitswesen und erweiterte Einwanderungsregeln
- Gericht erklärt Handlungen des Militärrekrutierungsamts Wolyn für rechtswidrig – über die Hälfte des Personals hat Kampferfahrung
- Nationalgardist soll im Gefangenenlager Daten von Kameraden an Russland weitergegeben haben
- Militärverwaltung räumt Fehler ein: Eskalation auf Privatgrundstück mit Spatenangriff
- Bis zu 65.000 Griwna für Evakuierte aus Kampfgebieten: Wer hat Anspruch auf die Zahlung?

