Kiewer Kriegsveteran durch Eisplatten vor seiner Haustür eingeschlossen.

Kiewer Kriegsveteran durch Eisplatten vor seiner Haustür eingeschlossen
Kiewer Kriegsveteran durch Eisplatten vor seiner Haustür eingeschlossen

Eingefrorene Straße nach Wasserrohrbruch

Nach Angaben von TSN.ua: In Kiew kämpft ein Kriegsveteran, der im Einsatz seine Beine verlor, mit den Folgen eines Wasserrohrbruchs. Seit anderthalb Wochen fließt Wasser auf der Mychajlo-Maklaj-Straße und hat eine mehr als sieben Zentimeter dicke Eisschicht gebildet. Besonders für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist die Situation gefährlich. Der Veteran schildert sein Dilemma:

„Ich kann mein Auto nicht am Fuß des Hügels stehen lassen und mit meinen Prothesen diesen vereisten Anstieg bewältigen.“

Umbenennung der Straße und verantwortliche Stellen

Die Straße, die bis August 2022 noch nach dem russischen Entdecker Deschnjow benannt war, trägt nun den Namen des ukrainischen Ethnologen Mychajlo Maklaj. Der anhaltende Rohrbruch und die Eisbildung beunruhigen die Anwohner zunehmend, da sie eine Gefahr für alle Fußgänger darstellen.

Das städtische Versorgungsunternehmen „Kiewwodokanal“ erklärte, die Leitungen in diesem Abschnitt lägen nicht in seiner Zuständigkeit, was Reparaturen verzögere. Ein Sprecher führte aus:

„Das sind nicht unsere Leitungen. Deshalb werden dort auch keine Arbeiten durchgeführt.“

Die Bezirksverwaltung von Solomjanka hat die Beseitigung des Lecks und die Räumung des Eises zwar in Auftrag gegeben, doch ein konkreter Zeitplan für die Problembehebung steht noch nicht fest. Solche Vorfälle zeigen die anhaltenden Herausforderungen der städtischen Infrastruktur in Kriegszeiten.

Der Fall macht deutlich, wie infrastrukturelle Mängel in der Hauptstadt besonders vulnerable Gruppen, wie Menschen mit Behinderungen, treffen können. Ohne eine klare Zuständigkeit und einen schnellen Handlungsplan bei Schäden an Versorgungsleitungen verschärfen sich die Probleme für die Bewohner. Die lokalen Behörden sind gefordert, praktikable Lösungen zu finden, um die Sicherheit und Zugänglichkeit des öffentlichen Raums für alle zu gewährleisten.


Lesen Sie auch

Werbung