Mann klagt seine Frau an, weil sie sich geweigert hat, Organspenderin zu werden.
Nach Angaben von ТСН: In Südkorea hat ein Mann seine Frau verklagt, weil sie ihn beschuldigte, sich "großzügig zurückzuziehen", nachdem sie sich geweigert hatte, einen Teil ihrer Leber zu spenden, der ihm das Leben retten könnte.
Beide Ehepartner waren über 30 Jahre alt, verheiratet seit drei Jahren und hatten zwei kleine Kinder. Ihr ruhiges Leben änderte sich letzten Winter, als bei dem Mann eine seltene Erkrankung diagnostiziert wurde – primäre biliäre Zirrhose. Die Ärzte warnten ihn, dass ihm ohne Transplantation nur noch etwa ein Jahr zum Leben blieb.
Der Mann erhielt Unterstützung von seinen Eltern, die seine Behandlung finanzierten, sowie von seiner Frau, die bei ihm blieb. Ohne eine Spenderleber verschlechterte sich jedoch sein Zustand.
Als die Ärzte erfuhren, dass die Frau über 95 % HLA-Kompatibilität hatte, könnte sie die ideale Spenderin sein. Allerdings erklärte die Frau, dass sie aus "pathologischer Angst vor Nadeln und scharfen Gegenständen" nicht zustimmen kann, sich einer Operation zu unterziehen.
Diese Entscheidung löste bei dem Mann und seinen Eltern einen Sturm der Emotionen aus. Er begann, ihre Ängste lächerlich zu machen und behauptete, sie wünsche ihm tatsächlich den Tod.
Die Situation änderte sich, als ein Spender mit diagnostiziertem Hirntod gefunden wurde, und dem Mann erfolgreich eine Lebertransplantation durchgeführt wurde. Danach stabilisierte sich sein Zustand, jedoch wurde die Weigerung seiner Frau weiterhin diskutiert.
Der Mann beschloss, die Wahrheit über die Ängste seiner Frau herauszufinden, und stellte fest, dass sie zuvor problemlos eine Blinddarmentfernung überstanden hatte und mehrfach Blutuntersuchungen durchgeführt hatte. Sie gestand, dass der wahre Grund für ihre Weigerung ihre Angst vor möglichen Komplikationen war, die ihre Kinder ohne Mutter zurücklassen könnten.
Diese Erklärung überzeugte den Mann nicht. Er klagte und beschuldigte seine Frau des "verbrecherischen Verlassens" und der Nichterfüllung ihrer ehelichen Pflichten.
Der Fall wurde in den südkoreanischen sozialen Medien diskutiert. Das Gericht stellte sich auf die Seite der Frau und betonte, dass die Organtransplantation eine persönliche Entscheidung sei und selbst in der Ehe nicht als Pflicht angesehen werden könne. Das Gericht erkannte, dass ihre Weigerung durch die Sorge um die Sicherheit der Kinder begründet war.
Das Paar entschied sich zur Scheidung. Das Sorgerecht für die Kinder wurde der Mutter übertragen, und sie stimmte zu, ihrem ehemaligen Mann finanzielle Unterstützung während seiner Genesung nach der Transplantation zu leisten.
Dieser Fall unterstreicht die Komplexität von Fragen im Zusammenhang mit Organspenden sowie die Lösung ethischer und persönlicher Konflikte im Familienleben. Die sozialen Medien diskutieren diese Situation aktiv und deuten auf die Bedeutung persönlicher Entscheidungen in medizinischen Angelegenheiten und die Verantwortung gegenüber der Familie hin.
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