Von der Ukraine nach Rumänien: Ein gebürtiger Odessaer strebt nach dem Amt des Ministerpräsidenten.
Eugen Tomac: Der Weg zum neuen Amt
Nach Angaben von Espreso.tv: Eugen Tomac hat seine ukrainische Staatsbürgerschaft aufgegeben, um die moldauische zu erhalten – eine entscheidende Voraussetzung für seine Kandidatur als Ministerpräsident Moldaus. Am 4. Juni wurde er von Rumäniens Präsidenten Nicușor Dan offiziell für diesen Posten nominiert, die entsprechende Anordnung wurde am 5. Juni unterzeichnet. Tomac, Jahrgang 1980, stammt aus dem Dorf Oserne im Bezirk Ismajil in der Oblast Odessa, das heute zu Rumänien gehört. Nach seiner Ernennung hat er zehn Tage Zeit, eine neue Regierung zu bilden; die Frist endet am 15. Juni.
Tomacs politischer Werdegang
In seiner politischen Laufbahn machte sich Tomac einen Namen als engagierter Aktivist. 2013 war er Mitbegründer der 'Partei der Volksbewegung' (PMP). Bereits bei den Parlamentswahlen 2012 erzielte er mit 78,6 % der Stimmen unter den im Ausland lebenden Rumänen einen beachtlichen Erfolg. 2019 wurde er ins Europäische Parlament gewählt. Sein aktueller Schritt zeigt, wie er nun seine Ambitionen auf der politischen Bühne Moldaus verwirklichen will.
Die Aufgabe der ukrainischen Staatsbürgerschaft und die Annahme der moldauischen sind ein wichtiger Meilenstein für Tomacs politische Zukunft in Moldau. Dies verdeutlicht auch, wie persönliche Entscheidungen von Politikern durch zwischenstaatliche Beziehungen und regionale Veränderungen beeinflusst werden. Angesichts der politischen Instabilität in Moldau könnte der neue Premierminister vor großen Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, eine stabile Regierung zu bilden und Reformen umzusetzen.
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