Ungleiche Behandlung bei der Mobilisierung: Elternzeit schützt Mütter, nicht Väter.

Ungleiche Behandlung bei der Mobilisierung: Elternzeit schützt Mütter, nicht Väter
Ungleiche Behandlung bei der Mobilisierung: Elternzeit schützt Mütter, nicht Väter

Mütter in Elternzeit sind geschützt

Nach Angaben von TSN.ua: In der Ukraine haben Frauen, die sich in der dreijährigen Elternzeit zur Kinderbetreuung befinden, automatisch Anspruch auf eine Zurückstellung vom Militärdienst. Für Väter, die dieselbe Elternzeit in Anspruch nehmen, gilt diese Regelung hingegen nicht. Sie können eine Freistellung nur aus anderen, gesetzlich anerkannten Gründen erhalten. Diese rechtliche Lage führt zu einer offensichtlichen Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Mobilisierungsprozess.

Finanzielle Unterstützung für Familien

Unabhängig vom Geschlecht erhalten Eltern bei der Geburt eines Kindes eine einmalige staatliche Unterstützung in Höhe von 41.280 Hrywnja. Davon werden 10.320 Hrywnja sofort ausgezahlt, der verbleibende Betrag wird in gleichen Teilen über einen Zeitraum von 36 Monaten verteilt. Die Elternzeit endet grundsätzlich mit dem dritten Geburtstag des Kindes. Auf Basis eines ärztlichen Gutachtens kann sie jedoch bis zum sechsten Lebensjahr verlängert werden.

Die Kombination aus dieser finanziellen Förderung und dem alleinigen Mobilisierungsschutz für Mütter sorgt in der ukrainischen Gesellschaft für Diskussionen über die Gleichberechtigung bei militärischen Pflichten und sozialen Garantien für Eltern.

Dieser Zustand macht die Bedeutung gleicher Rechte und Pflichten in der Landesverteidigung besonders deutlich – eine Frage, die im Kriegsfall höchste Priorität erlangt.

Die gesetzliche Schieflage könnte zu wachsendem öffentlichen Unmut und Forderungen nach einer Reform der Elternrechte führen, was langfristig die Sozialpolitik des Landes beeinflussen könnte.


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