Trotz Moskauer Kritik: Armenien setzt auf Paschinjan – Russlands vierte Wahlschlappe binnen eines Jahres.

Trotz Moskauer Kritik: Armenien setzt auf Paschinjan – Russlands vierte Wahlschlappe binnen eines Jahres
Trotz Moskauer Kritik: Armenien setzt auf Paschinjan – Russlands vierte Wahlschlappe binnen eines Jahres

Parlamentswahl in Armenien

Nach Angaben von Espreso.tv: Bei der armenischen Parlamentswahl im Jahr 2023 setzte sich die Partei ‚Zivilvertrag‘ unter Ministerpräsident Nikol Paschinjan durch. Die Abstimmung fand statt, während Russland den Urnengang als undemokratisch kritisierte. Für Moskau war dies bereits die vierte Niederlage bei internationalen Wahlen innerhalb von zwölf Monaten – zuvor hatte es bereits in Rumänien, Moldau und Ungarn Rückschläge gegeben.

Regierungschef Paschinjan bestätigte den Erfolg seiner Partei und bezeichnete ihn als wichtigen Meilenstein für die Zukunft des Landes. Der Kreml hingegen wertete die Wahl als Verstoß gegen demokratische Grundsätze. Der Beobachter Wadym Denyssenko erklärte, die russische Reaktion zeige die deutliche Abkehr Armeniens von Moskau – auch wenn Paschinjan offenbar keinen radikalen Bruch mit der Russischen Föderation anstrebe.

Aussichten für Armenien

Denyssenko ergänzte, Armenien werde trotz der von Russland forcierten wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Lage sein, die Krise zu überwinden. Langfristig könne sich das Land vom Einfluss Moskaus lösen, was den Sieg des ‚Zivilvertrags‘ umso bedeutender mache. Diese Entwicklung verdeutlicht eine Neuausrichtung der armenischen Außenpolitik und das Bestreben, die nationale Souveränität auf internationaler Bühne zu festigen.

Paschinjans Wahlerfolg signalisiert den Wunsch nach mehr außenpolitischer Eigenständigkeit, insbesondere angesichts der zunehmenden Vorwürfe aus Russland. Der Ausgang der Abstimmung unterstreicht, wie sehr innenpolitische Entscheidungen die Außenbeziehungen prägen – und wie Armenien trotz des Drucks seines traditionellen Partners versucht, sich international zu behaupten. Diese Ereignisse markieren einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Eriwan und Moskau.


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