Armenien dementiert Austritt aus der Eurasischen Union – Moskau warnt vor Marktpreisen für Gas.
Die Lage zwischen Armenien und der Eurasischen Wirtschaftsunion
Nach Angaben von Espreso.tv: Armenien beabsichtigt nicht, die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) zu verlassen. Das machte der armenische Außenminister Ararat Mirsojan deutlich, trotz russischer Aussagen über mögliche Folgen für die Energiepreise. Er betonte, dass ein Ausschluss seines Landes aus dem Bündnis nicht einseitig entschieden werden könne. Damit widerspricht Eriwan öffentlichen Spekulationen, die zuletzt in russischen Medien kursierten.
Moskau reagierte verärgert auf die klare Haltung Armeniens. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Armenien wünsche sich zwar weiterhin günstige Gaspreise aus Russland, doch die Preisgestaltung folge nun
einer völlig anderen Kategorie, nämlich der Marktlogik.Zusätzlich sorgte der armenische Premierminister Nikol Paschinjan für Aufsehen, als er feststellte:
Im Ukraine-Konflikt ist Armenien kein Verbündeter Russlands.Diese Äußerungen verdeutlichen das wachsende Spannungsfeld zwischen den beiden Staaten, das durch die sich verändernde politische Lage in der Region noch verstärkt wird.
Ein schwieriges Verhältnis
Der aktuelle Konflikt offenbart die zunehmend komplizierte Beziehung zwischen Armenien und Russland. Beide galten lange als enge Partner, doch jüngste Entwicklungen zeigen deutliche Risse, insbesondere angesichts geopolitischer Herausforderungen. Armenien versucht, seine wirtschaftlichen Vorteile innerhalb der EAWU zu wahren und gleichzeitig auf die neuen politischen Realitäten zu reagieren, die durch den Ukraine-Krieg und regionale Spannungen entstanden sind.
Indem Armenien einem Austritt aus der EAWU eine Absage erteilt, signalisiert das Land trotz russischen Drucks den Willen zu einer eigenständigen Außenpolitik und zur Suche nach neuen Entwicklungspfaden.
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