Drei Schwerpunkte für bessere Veteranenhilfe: Kim fordert Reform der Reha-Systeme.

Drei Schwerpunkte für bessere Veteranenhilfe: Kim fordert Reform der Reha-Systeme
Drei Schwerpunkte für bessere Veteranenhilfe: Kim fordert Reform der Reha-Systeme

Reha für Veteranen in der Ukraine: Wo der Hebel angesetzt werden muss

Nach Angaben von TSN.ua: Der Chef der Militärverwaltung von Mykolajiw, Vitalij Kim, hat klare Prioritäten für die Verbesserung der Rehabilitationssysteme für Kriegsveteranen genannt. Seiner Ansicht nach müssen drei Bereiche in den Fokus rücken: genügend Fachpersonal, einfachere Wege durch die Behandlungsketten und eine verlässliche psychologische Betreuung. „Das ist eine Aufgabe für den Staat, und wir müssen sie lösen – hin zu einem durchgängigen Genesungsprozess für jeden, der ihn braucht“, so Kim.

Aktuell leben in der Ukraine über 130.000 Veteranen mit einer Kriegsbedingten Behinderung. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt zudem, dass jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens auf Reha angewiesen ist. Besonders alarmierend: Bis zu 20 Prozent der Veteranen zeigen Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder einer Depression – ein klares Zeichen dafür, dass nur ein ganzheitlicher Ansatz wirklich helfen kann.

„Staat und Privatwirtschaft bauen gemeinsam die nötige Infrastruktur auf.“

Vitalij Kim

Kim betont außerdem, dass es entscheidend sei, wenn Betroffene und ihre Angehörigen den Behandlungsweg zwischen den Einrichtungen klar vor Augen haben – also wissen, wohin sie nach der Krankenhausentlassung müssen und wo sie weitere Unterstützung finden. Dies unterstreiche, wie wichtig eine verständliche Kommunikation und leicht zugängliche Informationen für Veteranen und ihre Familien sind.

Die drei Säulen der geplanten Reform

Die Verbesserungen in der Reha-Landschaft stützen sich auf folgende Kernpunkte:

  • Sicherstellung von qualifiziertem Personal,
  • Vereinfachung der Patientenwege,
  • Bereitstellung psychologischer Hilfe.

„Die Hauptaufgabe ist es, Rehabilitation neu zu denken: als einen kontinuierlichen Prozess – vom Moment der Verwundung bis zur vollständigen Rückkehr ins Leben“, erklärte Kim. Die Modernisierung der Veteranen-Reha sei daher ein entscheidender Schritt für ihre Anpassung und Genesung nach dem Krieg. Diese Aufgabe erfordere gemeinsame Anstrengungen von Staat und Gesellschaft, damit diejenigen, die das Land verteidigt haben, ein würdevolles Leben führen können.

Eine hochwertige Rehabilitation ist nicht nur für die körperliche Wiederherstellung der Veteranen von großer Bedeutung, sondern auch für ihre soziale Wiedereingliederung. Wenn die genannten Initiativen erfolgreich umgesetzt werden, könnte dies die Lebensqualität der Betroffenen erheblich steigern – und damit langfristig zur Stabilität und Entwicklung der Ukraine nach dem Krieg beitragen. Die Unterstützung durch den Staat und das Engagement der Privatwirtschaft könnten der Schlüssel sein, damit die neuen Reha-Programme wirken und allen Veteranen die nötigen Dienste offenstehen.


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