Warum die Ära der Nationalstaaten zurück ist – und was das für Vertriebene bedeutet.

Warum die Ära der Nationalstaaten zurück ist – und was das für Vertriebene bedeutet
Warum die Ära der Nationalstaaten zurück ist – und was das für Vertriebene bedeutet

Vitali Portnikow über die Bedeutung des Nationalstaats

Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Journalist und Träger des Taras-Schewtschenko-Nationalpreises, Vitali Portnikow, hebt hervor, wie entscheidend der Nationalstaat – insbesondere die Ukraine – als Zufluchtsort für Menschen ist, die unter Verfolgung und Fremdenfeindlichkeit gelitten haben. Angesichts heutiger Herausforderungen wie Kriegen und gesellschaftlichen Erschütterungen gewinne die Rolle der Nationalstaaten wieder an Gewicht, so Portnikow. Er zieht historische Parallelen zur Lage in der Ukraine und unterstreicht den Wert von Unabhängigkeit und Souveränität.

Portnikow selbst wurde am 1. September 1974 nach Israel überwiesen, lebt jedoch in der Ukraine, die er als seine Heimat betrachtet. Dies verdeutlicht sein tiefes Verständnis für nationale Identität und deren Bedeutung im Kontext von Eigenständigkeit.

„Die Zeit der Nationalstaaten ist gekommen – so wie sie immer in Zeiten von Kriegen und Erschütterungen kommt“, bemerkt Vitali Portnikow.

Herausforderungen der nationalen Identität

In seinen Überlegungen wirft der Journalist zudem die Frage auf, wohin sich jene wenden sollen, die aus der Fremde vertrieben werden, wo sie einst Zuflucht vor Not fanden.

„Wohin sollen Menschen gehen, die aus der Fremde vertrieben werden, wo sie vor Entbehrungen Zuflucht suchten?“, fragt er.
Der Nationalstaat müsse ein Ort sein, der jedem Schutz und Geborgenheit biete, betont er.

Für Portnikow hat die Unabhängigkeit der Ukraine denselben Stellenwert wie die Souveränität Israels. Dies zeigt seine enge Verbundenheit mit der ukrainischen Nation und ihrem Streben nach Eigenständigkeit. Seine Worte spiegeln die Überzeugung wider, dass Freiheit und Selbstbestimmung grundlegende Werte sind, die das Fundament nationaler Identität bilden.

Portnikows Äußerungen verdeutlichen, wie aktuell das Thema nationale Identität und die Rolle des Staates in globalen Krisenzeiten ist. Seine Gedanken beruhen nicht nur auf persönlicher Erfahrung, sondern auch auf einem breiten gesellschaftlichen Bedürfnis nach Schutz und Unterstützung – besonders für jene, die Verfolgung erlebt haben. In Kriegs- und Instabilitätsphasen ist es essenziell, dass Nationalstaaten als sichere Anlaufstelle für ihre Bürger und Schutzsuchende fungieren. Diese Fragen bleiben angesichts moderner geopolitischer Herausforderungen von großer Bedeutung.


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