Sofia gibt grünes Licht für das 21. EU-Sanktionspaket: Diese beiden Namen wurden gestrichen.
Bulgariens Haltung zu den EU-Russland-Sanktionen
Nach Angaben von Espreso.tv: Bulgarien hat nach langem Zögern grünes Licht für das bereits 21. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland gegeben. Zuvor konnten die eigenen Einwände ausgeräumt werden. Konkret wurden zwei Personen von der Sanktionsliste genommen, darunter der Chef eines Unternehmens, das wichtige Teile für die U-Bahn in Sofia liefert. Die Entscheidung fiel im Anschluss an den EU-Rat für Auswärtige Angelegenheiten vom 13. Juli und folgte auf eine Sitzung des Ausschusses der Ständigen Vertreter (Coreper) am Tag zuvor.
Bulgariens Bedenken wurden gehört
Die bulgarische Vertreterin Welislawa Petrowa bestätigte, dass die nationalen Vorbehalte berücksichtigt wurden:
„Die bulgarischen Einwände wurden berücksichtigt. Diese beiden Personen tauchen im vorgeschlagenen Paket nicht mehr auf. Daher sind wir von unserer Seite bereit, das Paket zu unterstützen.“ – Welislawa Petrowa
Sie räumte jedoch ein, dass noch keine vollständige Einigkeit herrsche. Zwei andere Mitgliedsstaaten hätten ebenfalls Einwände erhoben, die jedoch nicht berücksichtigt wurden. Petrowa betonte, dass das Bestehen auf der eigenen nationalen Position nicht zur Isolation führe. Vielmehr zeige dies Bulgariens Willen, sich auch bei komplexen Sanktionsfragen aktiv in die internationale Politik einzubringen.
Die Zustimmung zum Sanktionspaket unterstreicht Sofias Bestreben, ein gestaltendes Mitglied der EU zu bleiben – trotz bestehender Differenzen zwischen den Staaten. Dass die EU auf bulgarische Bedenken einging, könnte als Zeichen für die nötige Flexibilität innerhalb der Union gewertet werden. Diese Flexibilität ist entscheidend, um in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik geschlossen auftreten zu können. Der weitere Verlauf der europäischen Politik wird auch davon abhängen, wie andere Länder künftig mit ähnlichen Herausforderungen umgehen.
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