EU-Kommission entzieht der Biennale Venedig zwei Millionen Euro Förderung – Russischer Pavillon als Auslöser.
Fördergeld für Venedig-Biennale gestrichen
Nach Angaben von UATV: Die Europäische Kommission hat endgültig bestätigt, dass sie der Biennale in Venedig einen Zuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro entzieht. Der Schritt war bereits im April 2022 eingeleitet worden. Die Summe war für den Zeitraum von 2025 bis 2028 bewilligt – also über drei Jahre verteilt. Grund für die Entscheidung sind Pläne, den russischen Pavillon auf dem Filmfestival im Jahr 2026 zu öffnen.
Der russische Pavillon durfte zuletzt nur eingeschränkt betrieben werden. Die Entwicklung sorgt in der Kulturszene für Empörung. Unter anderem protestierten Aktivistinnen von Pussy Riot und Femen direkt vor dem russischen Pavillon auf der Biennale. Zudem trat die gesamte Jury der 61. Biennale von Venedig neun Tage vor der Eröffnung geschlossen zurück.
Hanna Virkkunen, Vertreterin der Europäischen Kommission, betonte die Bedeutung kultureller Initiativen: 'Kultur in Europa, die aus Steuermitteln finanziert wird, muss zur Verbreitung und zum Schutz demokratischer Werte beitragen.'
Angespannte Lage in den Kulturbeziehungen
Der Entzug der Finanzierung für die Biennale verdeutlicht die schwierigen kulturellen Beziehungen zwischen Europa und Russland – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Spannungen. Diese Entscheidung könnte auch Auswirkungen auf andere kulturelle Projekte mit Russland-Bezug haben. Sie zeigt, dass die Europäische Union weiterhin bestrebt ist, ihre Kulturpolitik an den eigenen demokratischen Grundwerten auszurichten. Die Protestaktionen und Reaktionen von Kulturschaffenden machen deutlich, wie sensibel das Thema kulturelle Repräsentation in Zeiten globaler politischer Instabilität mittlerweile geworden ist.
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