Gericht verhängt 12 Jahre Haft für Doppelmord in der Westukraine.
Urteil im Mordfall mit zwei Todesopfern
Nach Angaben von TSN.ua: Das Bezirksgericht Jaworiw hat einen 57-jährigen Fahrer eines lokalen Unternehmens zu 12 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte am 29. März 2024 in der Oblast Lwiw seine Lebensgefährtin und einen Bekannten getötet. Die Verhandlung fand unter großer öffentlicher Anteilnahme statt, da der Fall exemplarisch für häusliche Gewalt steht.
Die tragischen Umstände der Tat
Die Bluttat ereignete sich in einem Privathaus in der Region Lwiw. Unter den Opfern war die 41-jährige Lebensgefährtin des Angeklagten, die sich in der 12. bis 13. Schwangerschaftswoche befand. Zudem kam ein 69-jähriger Bekannter ums Leben. Das Gericht wertete die Tat unter Alkoholeinfluss und die Tötung einer älteren Person als erschwerende Umstände.
Der Angeklagte gestand die Tat und äußerte sich vor Gericht mit den Worten:
„In einem Wutanfall ging ich zu der Frau in die Küche und rief: ‚Geh ins Bett‘. Dort im Bett schlug ich auf sie ein. Ich war betrunken und sehr wütend, weil sie mich betrogen hatte.“
Bei der Strafzumessung berücksichtigte das Gericht aber auch mildernde Faktoren: das aufrichtige Geständnis und Reue des Täters, dessen bisherige Straffreiheit sowie seinen angegriffenen Gesundheitszustand nach einem überstandenen Herzinfarkt.
Zusätzlich zur Haftstrafe wurde der Verurteilte verpflichtet, 100.000 Hrywnja (etwa 2.300 Euro) Schmerzensgeld zu zahlen. Der Fall hat in der Ukraine eine breite Debatte über die Gefahren von Alkoholmissbrauch und die alltägliche Bedrohung durch häusliche Gewalt ausgelöst.
Das Urteil des Jaworiwer Bezirksgerichts sendet ein deutliches Signal gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Es unterstreicht, wie Alkohol Konflikte eskalieren lassen und in absolute Tragödien münden kann. Solche Fälle zeigen die dringende Notwendigkeit, Präventionsangebote zu stärken und Betroffenen frühzeitig Hilfe zukommen zu lassen. Eine Gesellschaft muss Gewalt im privaten Raum entschlossen ächten und gleichzeitig Auswege aus der Gewaltspirale aufzeigen.
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