Wohnkostenzuschuss für Binnenvertriebene: Das ändert sich 2024.
Finanzielle Hilfe für die Miete und Nebenkosten
Nach Angaben von TSN.ua: Personen, die innerhalb der Ukraine vertrieben wurden (sogenannte Binnenvertriebene oder IDPs), haben Anspruch auf einen staatlichen Zuschuss zu ihren Wohnkosten. Dieser kann sowohl am offiziell registrierten als auch am tatsächlichen Wohnort beantragt werden. Grundvoraussetzung ist der Nachweis des Vertriebenenstatus durch eine entsprechende Bescheinigung. Ein entscheidender Vorteil: Bei der Berechnung des Anspruchs werden Einkommen und Vermögen von Personen, die zwar im Haushalt gemeldet, aber nicht anwesend sind, nicht berücksichtigt.
Der Zuschuss wird gewährt, wenn die Kosten für Wohnen und kommunale Dienstleistungen innerhalb sozialer Normen den gesetzlich festgelegten Eigenanteil des Haushalts übersteigen. Die konkrete Höhe der finanziellen Unterstützung wird für jeden antragstellenden Haushalt individuell ermittelt.
Neue Voraussetzungen ab 2026
Der Antrag kann flexibel am Meldeort oder am tatsächlichen Aufenthaltsort gestellt werden. Die Bewilligung erfolgt, sobald die Differenz zwischen den normierten Wohnkosten und dem obligatorischen Eigenbeitrag feststeht.
- Ab dem 1. Januar 2026 werden Vergünstigungen für Nebenkosten nur noch an Haushalte vergeben, deren durchschnittliches Monatseinkommen pro Person 4.660 Hrywnja nicht übersteigt.
Diese Regelungen sind für Vertriebene von großer Bedeutung, da sie in einer wirtschaftlich unsicheren Lage finanzielle Entlastung bieten. Angesichts der absehbaren Verschärfung der Einkommensgrenzen ist es ratsam, sich frühzeitig über die aktuellen Fördermöglichkeiten zu informieren und bestehende Ansprüche geltend zu machen. Die Maßnahme soll sicherstellen, dass die Unterstützung vorrangig bei den bedürftigsten Haushalten ankommt.
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