Technische Fehler in Grundbüchern verwehren Binnenvertriebenen staatliche Hilfen.
Hindernisse für Binnenvertriebene bei der Antragstellung
Nach Angaben von Novyny.live: Im Rahmen des staatlichen Wiederaufbauprogramms "eWidnowlennja" erhalten viele Binnenvertriebene (IDPs) Ablehnungen. Der Grund sind häufig technische Mängel in den Grundbuchregistern, wie etwa doppelte Einträge. Voraussetzung für eine Entschädigung ist, dass die zerstörte Immobilie das einzige Wohneigentum war. Der Besitz weiterer registrierter Wohnungen kann daher zum Ausschluss vom Programm führen.
Das Problem der Datendopplung existiert bereits seit Jahren und hat seinen Ursprung in der Zeit vor 2013. Das alte Grundbuchregister (RPWN) wurde nicht vollständig in das neue System überführt. Dies erschwert bis heute die Durchsetzung von Eigentumsrechten. Besonders betroffen sind Binnenvertriebene, die ihr Eigentum zwischen 2002 und 2012 erworben oder es zwischen 2013 und 2018 verkauft haben.
Datenprüfung und staatliche Unterstützung
Wer seine Daten im Staatlichen Register für dingliche Rechte an Immobilien (DRRP) überprüfen möchte, kann einen Auszug über das Portal "Dija" anfordern oder sich an ein Dienstleistungszentrum (ZNAП) oder einen Notar wenden. Wie Pawlo Frolow erläutert,
„Durch technische Probleme bei der Synchronisation der Register können doppelte Einträge entstehen.“ - Pawlo Frolow
Er fügt hinzu: „Ein solcher Eintrag muss gelöscht werden, um die Freigabe des Zertifikats zu ermöglichen.“
Ungeachtet dieser Hürden gewährt der Staat weiterhin Unterstützung. Über "Dija" können Vertriebene Voucher von bis zu 2 Millionen Hrywnja für neues Wohnraum beantragen. Die technischen Registerprobleme behindern jedoch den Prozess der Rechtswiederherstellung erheblich. Ihre Lösung ist entscheidend, um das Leben der Betroffenen nach der Flucht zu stabilisieren.
Die Dopplung von Grundbucheinträgen ist ein systemisches Problem, das dringend behoben werden muss, um die Eigentumsrechte Binnenvertriebener zu sichern. Diese Menschen haben durch Konflikte und den Verlust ihrer Heimat bereits Schweres durchlitten. Die Beseitigung bürokratischer Hindernisse ist daher ein wesentlicher Schritt zur Wiederherstellung ihrer sozialen Sicherheit und Lebensperspektive. Die zuständigen Behörden sind gefordert, die Register zu bereinigen und künftige Synchronisationsfehler zu verhindern.
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