Auslieferung aus Deutschland: Teilnehmerin des BABYVERKAUF-Schemas in der Ukraine festgenommen.
Nach Angaben von ТСН: Eine Teilnehmerin einer kriminellen Vereinigung wurde aus Deutschland in die Ukraine ausgeliefert, die unter dem Deckmantel der Leihmutterschaft ukrainische Babys ins Ausland verkauft hat.
Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden wurde im August 2023 in Kiew ein großes kriminelles Schema aufgedeckt. Die Polizei hat zwei Besitzer von Privatkliniken in Kiew und Charkiw festgenommen, die Frauen in schwierigen finanziellen Lagen suchten und ihnen Geld für die Geburt von Kindern durch ausländische Spender anboten. Das Ganze wurde als Leihmutterschaft getarnt.
In den Geburtsurkunden wurden ausländische Auftraggeber als Väter angegeben, was es ihnen ermöglichte, das Kind legal aus der Ukraine auszuführen.
Die Kosten für einen solchen Service für Ausländer betrugen bis zu 70.000 Euro pro Kind, während die gebärenden Frauen nur 12.000 Euro erhielten, die in vielen Fällen nie gezahlt wurden.
An diesem kriminellen Schema waren 12 Personen beteiligt, darunter Übersetzer, Anwälte, medizinisches Personal und Manager. Einige Teilnehmer haben bereits Urteile erhalten.
Auslieferung der Gruppenmitgliedin
Kürzlich entdeckten die Strafverfolgungsbehörden eines der Mitglieder der kriminellen Vereinigung in Deutschland und lieferten sie in die Ukraine aus. Die 50-jährige Frau war für die Auswahl der Leihmütter, die Überwachung der Schwangerschaft und die Gewährleistung der Geheimhaltung zur Verschleierung illegaler Handlungen verantwortlich.
Die Polizei erhob gegen die Frau den Verdacht aus mehreren Paragraphen des Strafgesetzbuches:
Abs. 4 § 28 — Begehung einer Straftat durch eine organisierte Gruppe, Abs. 3 § 149 — Menschenhandel und Abs. 2 § 255 — Gründung, Leitung einer kriminellen Gemeinschaft oder kriminellen Organisation sowie Teilnahme daran.
Derzeit wird die Verdächtige inhaftiert und ihr drohen bis zu zehn Jahre Haft wegen Beteiligung an einem organisierten Verbrecherschema.
Dieser Fall spiegelt ein ernsthaftes Problem des Menschenhandels in der Ukraine wider und wirft Fragen zur Ethik im Bereich der Leihmutterschaft auf. Die Strafverfolgungsbehörden setzen die Ermittlungen fort, um alle Beteiligten des kriminellen Netzwerks zur Rechenschaft zu ziehen. In diesem Kontext ist es wichtig, auf den Schutz der Rechte von Frauen und Kindern zu achten, um ähnliche Fälle in der Zukunft zu vermeiden.
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