Neues Gesetz zur Russischen Kirche in der Ukraine: Abgeordneter nennt entscheidende Voraussetzung für die Umsetzung.

Neues Gesetz zur Russischen Kirche in der Ukraine: Abgeordneter nennt entscheidende Voraussetzung für die Umsetzung
Neues Gesetz zur Russischen Kirche in der Ukraine: Abgeordneter nennt entscheidende Voraussetzung für die Umsetzung

Verbot der Russischen Orthodoxen Kirche in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: Am 20. August 2024 verabschiedete das ukrainische Parlament einen Gesetzesentwurf, der die Aktivitäten der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) in der Ukraine untersagt. Dieser Beschluss stellt einen bedeutenden Schritt in der Abspaltung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) von der ROK dar. Bereits am 3. Juni 2024 zeigte sich, dass eine Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung diese Trennung befürwortet. Viele Bürger sprechen sich für ein vollständiges Verbot prorussischer religiöser Gruppierungen aus – ein Zeichen für den wachsenden nationalen Konsens, den Einfluss der ROK im Land zurückzudrängen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Ukraine verstärkt ihre Souveränität auch im religiösen Bereich betont.

Politischer Wille und Herausforderungen

Der Abgeordnete Mykola Knjaschyzkyj betonte, dass der Erfolg des Gesetzes maßgeblich vom politischen Willen und der Effizienz der Exekutive abhänge. Entscheidend sei laut ihm

„der politische Wille der ukrainischen Führung sowie die Fachkompetenz der zentralen Exekutivbehörde, namentlich des Staatlichen Dienstes für Ethnopolitik“
. Gleichzeitig wies Knjaschyzkyj auf ein Problem hin:
„Die Orthodoxe Kirche der Ukraine (OKU) ist derzeit nicht bereit, neue Gemeinden aufzunehmen“
. Dies könnte den Übergang von Gemeinden von der ROK zu neuen Strukturen erschweren und den Prozess verlangsamen.

Die Verabschiedung des Gesetzes zum Verbot der ROK in der Ukraine markiert einen Wendepunkt in der Religionspolitik des Landes und spiegelt den breiteren Trend zur Stärkung der nationalen Identität und Unabhängigkeit wider. Die Umsetzung erfordert konzentrierte Anstrengungen von Staat und Religionsgemeinschaften, um einen reibungslosen Übergang der Gemeinden zu gewährleisten und Konflikte zu vermeiden. Dies könnte zudem die Grundlage für weitere Reformen im Bereich der Religionsfreiheit und der Regulierung religiöser Organisationen in der Ukraine legen.


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