Kolodij statt Masleniza: Aufruf zur Rückkehr zum ursprünglichen Frühlingsfest.
Appell für ein authentisches Fest
Nach Angaben von Novyny.live: Anstelle des verbreiteten Masleniza-Fests sollen Ukrainerinnen und Ukrainer das ursprüngliche Frühlingsfest Kolodij begehen, das am 21. und 22. Februar gefeiert wird. Karina Olijnyk, Direktorin des Freilichtmuseums 'Mamajewa Sloboda', betont, dass Kolodij tief in der ukrainischen Kultur verwurzelt sei und Masleniza in den Hintergrund treten müsse. Diese Initiative ist Teil einer breiteren Bewegung zur Wiederbelebung vorchristlicher Traditionen.
Laut Olijnyk reichen die Wurzeln des Kolodij-Fests bis in die Zeit der Tripolje-Kultur zurück.
„Dieses Fest heißt Kolodij. Es reicht sehr tief, wahrscheinlich bis in die Tripolje-Kultur, denn es ist ein Fest der Fortsetzung der Sippe, der Fortsetzung des ukrainischen Geschlechts und unseres Volkes“, erklärte sie.Ein wesentlicher Unterschied zu Masleniza ist das Hauptgericht: Statt Pfannkuchen werden beim Kolodij traditionell Warenyky (gefüllte Teigtaschen) serviert. „Die Kolodka ist ein Symbol des männlichen Prinzips. Offen gesagt, ein phallisches Symbol. Und unser traditionelles Gericht sind Warenyky“, fügte die Museumsdirektorin hinzu.
Eine Tradition wird wiederbelebt
Bereits im Jahr 2009 begann das Museum 'Mamajewa Sloboda' damit, die Tradition der Kolodij-Feier mit Warenyky wiederzubeleben – ein wichtiger Schritt zur Bewahrung ukrainischer Bräuche. Die Kolodij-Woche ist auch unter dem Namen 'Babskyj' bekannt, was ihre besondere Stellung im ukrainischen Festkalender unterstreicht.
Die Feier von Kolodij bietet somit die Möglichkeit, sich auf die eigenen kulturellen Wurzeln zu besinnen und zur Bewahrung der nationalen Identität beizutragen.
Der Aufruf, Kolodij anstelle von Masleniza zu feiern, spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für die eigene kulturelle Herkunft wider. In einer Zeit, in der nationale Identität eine zentrale Rolle spielt, können solche Initiativen dazu beitragen, vergessene oder überlagerte Bräuche wieder ins gesellschaftliche Leben zu integrieren. Die Förderung und Verbreitung von Festen wie Kolodij kann ein bedeutender Faktor sein, um die Gesellschaft um ihre kulturellen Ursprünge zu einen.
Lesen Sie auch
- Überraschende Verkehrsregeln: Wer an der Kreuzung links abbiegen darf
- Kein einheitliches Konzept: Ukrainische Ministerin räumt fehlende Strategie für Rückkehrer ein
- Neue Regelung des Obersten Gerichts: Gefallene Soldaten leichter anerkennbar – auch ohne Bergung der Leichen
- Die U-Bahn von Charkiw bleibt kostenlos als Bunker: Was Fahrgäste wissen sollten
- Fast 13 Stunden Prüfungsmarathon wegen Luftalarm: Abgeordnete fordern Reform des Hochschultests
- Wie ukrainische Soldaten legal das Militär verlassen können: Anfechtung einer Ablehnung vor Gericht

