Mutter zu 15 Jahren verurteilt – Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft.
Schwere Missbrauchsfälle in der Region Transkarpatien
Nach Angaben von TSN.ua: In der westukrainischen Region Transkarpatien hat ein entsetzlicher Fall von Kindesmissbrauch für Entsetzen gesorgt. Eine Mutter und ihr neuer Partner sollen ihre zehnjährige Tochter über einen längeren Zeitraum sexuell missbraucht und die Taten gefilmt haben. Im März 2023 erstattete das Mädchen schließlich selbst Anzeige bei der Polizei, woraufhin die beiden Tatverdächtigen festgenommen wurden.
Das Bezirksgericht in Tjatschi verurteilte den Stiefvater wegen mehrfacher Vergewaltigung des Kindes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Auch die leibliche Mutter wurde schuldig gesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie an den wiederholten Missbrauchstaten beteiligt war und kinderpornografisches Material aufbewahrt hatte. Neben einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren entzog das Gericht der Frau auch das Sorgerecht für das betroffene Mädchen und deren jüngere Schwester.
Staatsanwaltschaft geht in Berufung
Die Staatsanwaltschaft der Region Transkarpatien hält das Strafmaß für die Mutter für deutlich zu milde und hat Berufung eingelegt. Sie fordert auch für sie eine lebenslange Haftstrafe. Die beiden Mädchen leben inzwischen bei ihrem leiblichen Vater, einem ehemaligen Soldaten. Der Fall hat in der ukrainischen Öffentlichkeit große Betroffenheit ausgelöst und eine Debatte über den Schutz von Kindern vor Gewalt in den eigenen vier Wänden angestoßen.
Solche schockierenden Fälle zeigen die dringende Notwendigkeit, Kinderschutz und Strafverfolgung weiter zu stärken. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, in Berufung zu gehen, wird von vielen als wichtiges Signal für den Kampf um Gerechtigkeit für die Opfer und für eine konsequentere Ahndung solcher Verbrechen gewertet. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit übt zusätzlichen Druck auf die Justiz aus, ihrer Schutzfunktion gerecht zu werden.
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