Cyberkräfte-Gesetz der Ukraine steckt fest: Fedorow beziffert Russlands Schäden 2025 auf 220 Millionen Dollar.
Gesetzesentwurf für die Cyberkräfte der Streitkräfte der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Der Gesetzesentwurf Nr. 12349, der die Einrichtung von Cyberkräften innerhalb der ukrainischen Streitkräfte vorsieht, liegt nach der Fertigstellung für die zweite Lesung im Parlament auf Eis. Digitalminister Mychajlo Fedorow drängt auf eine Verabschiedung, um den Kampf gegen den Aggressor zu systematisieren. Er betont, dass nur so eine schlagkräftige Struktur zur Abwehr von Cyberangriffen entstehen könne.
Bereits jetzt haben ukrainische Cyberkrieger dem Aggressor Russland massiv geschadet. Allein im Jahr 2025 verursachten ihre Aktionen Schäden in Höhe von bis zu 220 Millionen US-Dollar. Zu den bekanntesten Cyberattacken in der Ukraine zählen:
- der Petya-Virus aus dem Jahr 2016;
- Angriffe auf Regierungswebseiten und Banken im Jahr 2022;
- schädliche Aktivitäten gegen das System „Schljach“ und staatliche Register im Jahr 2024.
Aufgaben der Cyberkräfte der ukrainischen Streitkräfte
Die Cyberkräfte übernehmen vielfältige Aufgaben, darunter:
- das Lahmlegen russischer Dienste;
- das Identifizieren von Zielen für ukrainische Drohnen und Raketen;
- das Eindringen in feindliche Kommunikationskanäle an der Front;
- das Anwerben russischer Soldaten zur Zusammenarbeit.
Angesichts wachsender Bedrohungen musste etwa die Oschtschadbank ihre elektronischen Systeme vorübergehend abschalten, um einem Cyberangriff zuvorzukommen.
Das Dokument, an dem seit etwas mehr als einem Jahr gearbeitet wird, zielt darauf ab, die ukrainische Reaktionsfähigkeit auf Cyberattacken zu verbessern und Informationssysteme besser zu schützen. Die Expertin Julija Kyrijenko-Merinowa erklärte dazu:
„Die Verabschiedung des Gesetzes ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Cyberverteidigungsfähigkeit des Staates.“
Die Annahme des Gesetzes über die Cyberkräfte könnte die ukrainische Strategie in der Cyberabwehr grundlegend verändern, insbesondere angesichts der anhaltenden Bedrohungen durch den Aggressor. Es geht nicht nur um die Systematisierung von Maßnahmen im Bereich der Cybersicherheit, sondern auch um die Stärkung der Verteidigungsinstitutionen gegenüber neuen Herausforderungen des Informationskrieges. Zudem könnte dies technologische Fortschritte und den Ausbau der Infrastruktur anstoßen, was die allgemeine Widerstandsfähigkeit des Landes gegen Cyberangriffe erhöht.
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