Ex-Generalstabschef fordert: Mobilmachung braucht technologische Revolution.
Ukraine plant Neuausrichtung der Rekrutierung
Nach Angaben von TSN.ua: Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Valeriy Zalushnyi, stellt klar: Herkömmliche Mobilisierungsmethoden sind im modernen Kriegsgeschehen nicht mehr wirksam. Er fordert stattdessen eine Mobilisierung von Technologie und Wirtschaft, um einen Vorteil gegenüber dem Gegner zu erlangen. Zalushnyi betont, dass
„die Erfahrungen sowohl Russlands als auch unsere eigenen zeigen, dass der traditionelle Ansatz zur Mobilmachung im modernen Krieg völlig ausgereizt ist“. Die Kriegsführung hat sich grundlegend gewandelt und erfordert neue Antworten.
Vom Menschenopfer zur Hightech-Strategie
Ein Kriegsmodell, das auf dem „Eintausch von Menschenleben gegen taktische Erfolge“ basiere, sei laut Zalushnyi weder logisch noch eine tragfähige Option mehr. Sein Fokus liegt auf der Integration neuer Technologien in die Kriegsführung, denn
„moderne robotische Systeme übernehmen bereits nicht nur unterstützende Aufgaben, sondern beteiligen sich an Sturmangriffen und können sogar Gegner gefangen nehmen“.
Parallel zu diesen Forderungen bereitet das ukrainische Verteidigungsministerium eine umfassende Reform der Rekrutierung und des Dienstes vor, um sich den neuen Kriegsbedingungen anzupassen. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zur möglichen Ablösung der traditionellen Mobilmachung durch einen Vertragsdienst. Seinen Worten nach ist „der Staat bereit, die Mobilisierung durch einen Vertragsdienst zu ersetzen, vorausgesetzt, die Finanzierung ist ausreichend“.
Die ukrainische Führung sucht somit intensiv nach alternativen Ansätzen zur Mobilisierung, die den aktuellen Herausforderungen des Krieges gerecht werden. Zalushnyi drängt auf den aktiven Einsatz von Technologie und wirtschaftlichen Ressourcen zur Stärkung der Verteidigungseffizienz sowie auf eine Reform des Personalsystems der Streitkräfte. Die Umsetzung dieser Initiativen könnte die Militärstrategie der Ukraine grundlegend verändern und ihre Fähigkeit stärken, auf Bedrohungen zu reagieren und sich an die Dynamik der Kampfhandlungen anzupassen.
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