Botschafter Selenskyj lehnt Angebot von Ex-Trump-Berater Manafort ab.
Valerij Saluschnyj: Ein Militär im diplomatischen Dienst
Nach Angaben von TSN.ua: Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Valerij Saluschnyj, der heute als Botschafter in Großbritannien amtiert, hält sich in Kriegszeiten bewusst aus politischen Debatten heraus. Dies gilt auch für Angebote politischer Berater, wie das des umstrittenen US-Lobbyisten Paul Manafort, dessen Hilfe Saluschnyj ablehnte. Der Botschafter machte deutlich, dass er politische Fragen erst nach Kriegsende oder der Aufhebung des Kriegsrechts diskutieren wolle.
Ein heikles Angebot aus Washington
Im Frühjahr 2025 wandte sich Paul Manafort an Saluschnyj. Manafort, der 2016 den Präsidentschaftswahlkampf von Donald Trump leitete, ist eine schillernde und belastete Figur. 2018 wurde er wegen illegaler Lobbyarbeit für den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch verurteilt und später von Trump begnadigt. Seine Kontakte in die Ukraine sind daher historisch vorbelastet.
Saluschnyjs Antwort auf das Beratungsangebot ließ keinen Raum für Interpretationen:
„Ich habe mich für sein Interesse bedankt, aber gesagt, dass ich seine Dienste nicht benötige.“Mit dieser klaren Absage unterstreicht der Ex-General, dass sein Fokus auch im diplomatischen Amt auf militärischen und strategischen Prioritäten liegt. Seine Haltung spiegelt ein Prinzip wider, das in Kriegszeiten für viele Militärs gilt: Konzentration auf die Landesverteidigung, nicht auf politisches Taktieren.
Die entschiedene Weigerung Saluschnyjs, politische Beratung anzunehmen, unterstreicht den Fokus ukrainischer Führungspersönlichkeiten auf die Sicherheitslage. In einem anhaltenden Krieg kann die Vermeidung politischer Polemik und externer Einflussnahme als strategische Notwendigkeit erscheinen, um die Handlungsfähigkeit zu wahren. Diese Position zeigt, wie sehr der Krieg auch das Verhalten von Schlüsselfiguren jenseits der unmittelbaren Kampfhandlungen prägt.
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