Kraftwerk Saporischschja von Stromleitung „Dnipro“ getrennt – IAEA leitet Gespräche ein.
Aktuelle Entwicklungen zur besetzten AKW Saporischschja
Nach Angaben von TSN.ua: Am 24. März verlor das Kernkraftwerk Saporischschja die Verbindung zur 750-kV-Leitung „Dnipro“ und ist seither nur noch über die Ersatzleitung „Ferrosplawna-1“ versorgt. Als Reaktion darauf hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) Verhandlungen mit der Ukraine und Russland aufgenommen, um eine lokale Feuerpause zu vereinbaren und die Reparatur der betroffenen Stromtrasse zu ermöglichen. In einer Mitteilung der IAEA hieß es wörtlich:
„Das Kernkraftwerk Saporischschja hat die Verbindung zur Stromleitung ‚Dnipro‘ verloren.“
Bereits am 27. Februar hatte die IAEA eine teilweise Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien vermittelt, in deren Folge die 330-kV-Reserveversorgung des Kraftwerks wiederhergestellt werden konnte. Anfang März gelang zudem die Reparatur der Leitung „Ferrosplawna-1“, nachdem die Arbeiten an der beschädigten Stelle mehr als drei Wochen in Anspruch genommen hatten. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi betonte, die Organisation setze sich weiterhin intensiv für Rahmenbedingungen ein, die Sicherheit und Stabilität in der Region gewährleisten.
Zur Einordnung: Das Kraftwerk Saporischschja ist das größte Atomkraftwerk Europas und steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle, während die Stromversorgung wiederholt durch Kampfhandlungen unterbrochen wurde.
Anhaltende Spannungen vor Ort
Die Lage um das Kernkraftwerk Saporischschja bleibt angespannt, da eine zuverlässige Stromversorgung für die nukleare Sicherheit der Anlage unerlässlich ist. Die IAEA setzt ihre Vermittlungsbemühungen zwischen den Konfliktparteien fort, um eine Eskalation zu verhindern und die Stabilität in der von Kampfhandlungen geprägten Region zu sichern. Die Wiederherstellung der Stromleitungen und die Gewährleistung der Anlagensicherheit könnten weitreichende Auswirkungen auf die Energieversorgung der Ukraine und des gesamten Umfelds haben.
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