Fünf Dörfer im Gebiet Saporischschja müssen geräumt werden – Drohnenangriffe zwingen Bewohner zur Flucht.
Zwangsevakuierung wegen Drohnenbedrohung
Nach Angaben von TSN.ua: Im südukrainischen Gebiet Saporischschja wurde für fünf Ortschaften eine Zwangsevakuierung angeordnet. Grund ist die akute Gefahr durch russische Drohnenangriffe. Rettungskräfte bringen weiterhin Menschen aus den Gefahrenzonen in Sicherheit, darunter aus dem Dorf Mykilske, wo Beschuss bereits Häuser zerstört hat.
Insgesamt warten noch 40 Kinder aus 26 Familien auf ihre Evakuierung. Mykilske, nur etwa 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt, ist besonders betroffen. Bei einem Angriff am 6. des Monats wurde dort ein Wohnhaus vollständig zerstört. Beim letzten Einsatz konnten die Helfer elf Personen, darunter vier Kinder, in Sicherheit bringen.
Die Angst der Vertriebenen
Die Bewohner von Mykilske berichten von ihren traumatischen Erlebnissen. Olga, eine der Evakuierten, sagte:
„Bei uns im Dorf sieht es sehr schlecht aus. Ich habe im medizinischen Bereich gearbeitet – auch das ist jetzt zerstört, es ist nichts mehr übrig.“
Eine andere Vertriebene, Oleksandra, erzählte:
„Bei uns ist es am 6. eingeschlagen. Das Haus ist kaputt, nichts ist mehr da. Gott sei Dank leben alle, die Kinder sind unverletzt.“
Jurij Holinko, Rettungsoffizier der Gemeinde, schildert die dramatische Lage in Dörfern, die früher über 1000 Einwohner hatten: „In den Dörfern, in denen früher über 1000 Menschen lebten, sind jetzt vielleicht noch sieben Personen geblieben. Wir appellieren dringend: Man muss sich in sicherere Gebiete evakuieren lassen, solange das noch möglich ist.“ Die Region gehört zu den am härtesten umkämpften Gebieten der Ukraine.
Ein Transitzentrum in Saporischschja versorgt die Ankommenden mit warmen Mahlzeiten, medizinischer Hilfe und psychologischer Betreuung. Die Evakuierten können entscheiden, ob sie in der Region bleiben oder weiter in die Region Tscherkassy reisen möchten. Die Lage bleibt angespannt, und die Rettungskräfte setzen ihre lebenswichtige Arbeit fort.
Diese Evakuierung ist Teil einer umfassenderen Strategie ukrainischer Behörden, um die Zivilbevölkerung vor der eskalierenden Bedrohung zu schützen. Solche Maßnahmen unterstreichen, wie wichtig die Vorbereitung auf Notfälle in frontnahen Gebieten ist. Die Erfahrungen aus Saporischschja können auch für andere Regionen als Beispiel für die Organisation von Schutz und Unterstützung dienen.
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