Urlaub mit Folgen: Ukrainische Soldaten droht Entlassung aus der Armee – selbst bei Bewährungsstrafe.
Entlassung von Soldaten der ukrainischen Streitkräfte
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Soldat der ukrainischen Streitkräfte (ZSU) kann aus dem Militärdienst entlassen werden, wenn er während seines Urlaubs verurteilt wird – selbst dann, wenn die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Diese Regelung ist im ukrainischen Recht verankert. Sie erlaubt die Entlassung, sobald ein rechtskräftiges Gerichtsurteil vorliegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Betroffene im Rahmen der Mobilisierung eingezogen wurde oder einen Vertrag unterschrieben hat.
Ablauf der Entlassung und Konsequenzen
Wer während des Kriegsrechts einen Vertrag unterzeichnet hat, kann nach dessen Ablauf seinen Abschied beantragen. Dazu reicht der Soldat einen schriftlichen Antrag beim Kommandeur seiner Einheit ein. Jurist Juri Ajwasjan erklärte dazu:
„Grundsätzlich ja, eine solche Grundlage ist in Artikel 26 des Gesetzes ‚Über Wehrpflicht und Wehrdienst‘ vorgesehen.“
Nach der Entlassung haben ehemalige Soldaten die Möglichkeit, eine zivile Arbeit aufzunehmen und eine Rückstellung vom Militärdienst zu erhalten. Eine Ausreise ins Ausland ist für sie jedoch nicht gestattet. Jewgen Alexandrowitsch kommentierte die Lage wie folgt:
„Sie können aus der ukrainischen Armee entlassen werden, wenn ein Gerichtsurteil rechtskräftig wird, das eine Freiheits- oder Haftstrafe verhängt. Die Strafe kann dabei auch zur Bewährung ausgesetzt werden.“
Für Soldaten der ZSU bedeutet dies, dass sie sich über die möglichen Konsequenzen ihres Handelns im Urlaub im Klaren sein müssen. Die ukrainische Gesetzgebung regelt die Entlassung im Falle einer Verurteilung klar und deutlich. Dies unterstreicht, wie wichtig die Einhaltung des Gesetzes selbst in der Freizeit ist.
Diese rechtliche Bestimmung dient der Aufrechterhaltung von Disziplin und Ordnung in den Reihen des Militärs – besonders in Kriegszeiten, in denen jeder Soldat für sein Handeln geradestehen muss. Es ist wichtig, dass die Soldaten verstehen, dass ihre Taten nicht nur während des Dienstes, sondern auch im Alltag Folgen haben können, die ihre Laufbahn und ihr weiteres Schicksal beeinflussen.
Lesen Sie auch
- Arbeitgeber erhalten Zuschüsse für behindertengerechte Arbeitsplätze: Höhe und Voraussetzungen
- Ermittlungen in Odessa: Ex-Mitarbeiter des Rekrutierungszentrums soll Pantoffeln mit den Zähnen tragen müssen
- Demütigung im Odessaer Untersuchungsgefängnis: Ex-Mitarbeiter des Militärkommissariats kriecht vor Gefangenenboss
- Pilotprojekt in Saporischschja: Neue „weiche Fenster“ sollen Schutz vor Explosionen bieten
- Ein Priester mit MBA: Warum die Kirche in sozialen Medien präsent sein muss
- Mai-Zahlungen an Soldaten: Kampfzuschläge zwischen 30.000 und 100.000 Griwna

