Kiews Druck auf Minsk: Wie Selenskyj die Drohnenhilfe für Russland stoppte.
Einschätzung von Iwan Tymotschko zu den weißrussischen Relaisstationen
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 22. Juni 2023 stellten mehrere weißrussische Relaisstationen ihren Betrieb ein – eine direkte Folge eines Ultimatums von Wolodymyr Selenskyj. Der ukrainische Präsident hatte zuvor den Abbau von vier Sendemasten gefordert, die Russland zur Steuerung seiner Drohnenangriffe auf die Ukraine genutzt hatte. Iwan Tymotschko, Vorsitzender des Reservistenrates der Landstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, analysierte nun diese Entwicklung.
Bereits am 15. Mai 2023 hatte Selenskyj öffentlich gemacht, dass Russland versuche, Belarus in den Krieg hineinzuziehen. Dies veranlasste die Ukraine zu weiteren Schritten. Am 19. Juni stellte Selenskyj Lukaschenko ein Ultimatum und forderte den Rückbau der Relaisstationen. Nur drei Tage später, am 22. Juni, übermittelte der ukrainische Geheimdienst ein klares Signal an Minsk: Die Unterstützung für die russischen Streitkräfte müsse sofort enden.
Reaktionen auf den Vorfall
Laut Tymotschko wurden die Relaisstationen jedoch nicht demontiert. Er stellte klar:
„Sie sind nicht abgebaut worden, das ist Punkt eins.“Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass Lukaschenko eine Woche Zeit habe, um die Forderungen zu erfüllen:
„Ich denke, eine Woche wird ihm reichen. Wenn er es nicht tut, werden wir es tun.“Die Aufforderung an Belarus lautete unmissverständlich: „Hört auf, den Russen zu helfen.“
Dieser Vorgang verdeutlicht die angespannte Lage in der Region und die fortgesetzten Bemühungen der Ukraine, die militärischen Aktivitäten Russlands in Nachbarländern zu unterbinden. Die Weigerung von Belarus, dem Ultimatum nachzukommen, könnte die Beziehungen zwischen Kiew und Minsk weiter verschlechtern und die strategische Situation in Osteuropa beeinflussen. Beobachter rechnen mit möglichen weiteren Schritten der Ukraine, was den anhaltenden militärischen und diplomatischen Kampf um die nationale Sicherheit des Landes unterstreicht.
Die Ereignisse zeigen, dass die Ukraine bereit ist, auch gegen die Interessen Russlands in Drittstaaten vorzugehen, um die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
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