Moskau stellt Ultimatum: Das fordert Russland von Kiew.
Selenskyj zu den russischen Forderungen
Nach Angaben von UATV: In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj offengelegt, dass Russland ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen verlangt. Die Bedingung: Die ukrainischen Streitkräfte müssen sich aus den Gebieten im Donbass zurückziehen. Konkret fordert Moskau den Abzug der Truppen aus den Regionen Donezk und Luhansk.
Selenskyj bezifferte zudem die Verluste der russischen Armee auf monatlich 28.000 bis 35.000 Soldaten. Seiner Einschätzung nach könnte Russland insgesamt zwischen 300.000 und einer Million Militärangehörigen verlieren. Diese Zahlen unterstreichen die hohe Intensität der Kämpfe.
„Sie wissen – und wir wissen –, wie viel Zeit sie brauchen, um dieses Gebiet mit Verlusten von 28.000, 30.000 oder 35.000 Soldaten pro Monat einzunehmen.“
Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident ging auch auf die Haltung der USA ein. Washington knüpft Sicherheitsgarantien für die Ukraine offenbar an den Rückzug der eigenen Truppen aus dem Donbass. Dazu sagte Selenskyj: „Die Ukrainer nehmen Verhandlungen ernst. Wir sind der Meinung, dass man reden muss – am besten auf der Ebene der Staatschefs. Dazu sind wir bereit.“
Weiterhin kritisierte er die russische Propaganda: „Wir kennen diese russische Rhetorik genau: ‚Es lohnt sich nicht zu kämpfen. Sechstausend Quadratkilometer.‘“ Damit spielte er auf Versuche Moskaus an, den ukrainischen Widerstand als sinnlos darzustellen.
Diese Aussagen machen deutlich, in welcher Zwickmühle sich die Ukraine befindet: Einerseits wächst der militärische Druck aus Russland, andererseits ist man auf die Unterstützung internationaler Partner wie den USA angewiesen. Kiew sucht daher nach Wegen zur Deeskalation, ohne die territoriale Integrität und Souveränität des Landes aufzugeben.
- Diplomatische Gespräche auf höchster Ebene
- Strategische Entscheidungen basierend auf der Frontlage
Verhandlungen und strategische Weichenstellungen, die die Realität an der Front berücksichtigen, könnten entscheidend für die weitere Entwicklung in der Region sein.
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