Ukraine bietet Expertise an: Was Kiew im Tausch für Patriot-Raketen vom Nahen Osten erwartet.
Ukrainische Unterstützung für den Nahen Osten
Nach Angaben von Novyny.live: Bei einer Pressekonferenz am 8. März kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, dass sein Land militärische Hilfe vom Nahen Osten anstrebt, insbesondere dringend benötigte Raketen für die Patriot-Luftabwehrsysteme. Als Gegenleistung ist die Ukraine bereit, ihr eigenes Know-how zu teilen. Selenskyj betonte die aktiven Vorbereitungen für Verhandlungen mit Staaten der Region.
In der Ukraine herrscht ein akuter Mangel an PAC-3-Raketen für die Patriot-Systeme, was die Luftraumverteidigung erheblich erschwert. Als erster Schritt der Kooperation mit Golfstaaten wird eine Gruppe ukrainischer Spezialisten in den Nahen Osten reisen, um dort Ausbildungen durchzuführen. Selenskyj unterstrich die Bedeutung dieser Mission mit den Worten:
'Unsere Expertengruppen werden mit den entsprechenden Mitteln zur Drohnenabwehr in den Nahen Osten reisen. Wir sind bereit, unsere Erfahrungen zu teilen.'
Die Dringlichkeit dieser Zusammenarbeit wird auch durch eine US-amerikanische Bitte unterstrichen: Die USA haben die Ukraine um Hilfe bei der Abwehr iranischer 'Shahed'-Drohnen gebeten. Solche Kooperationen könnten die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine angesichts moderner Bedrohungen stärken. Die Ukraine hat in zwei Jahren Krieg einzigartige praktische Erfahrungen in der elektronischen Kriegsführung und Drohnenabwehr gesammelt.
Neue Phase internationaler Verteidigungsallianzen
Die Einbindung der Ukraine in die Kooperation mit Nahost-Staaten markiert eine neue Phase bei der Formierung internationaler Sicherheitsallianzen, die die Lage in der Region beeinflussen könnten. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Drohnen und neue Technologien gewinnt die Partnerschaft mit Ländern, die über relevante Erfahrungen verfügen, für Kiew eine besondere strategische Bedeutung.
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