Zelenskyj in München: Taurus-Raketen und deutsch-ukrainische Drohnenproduktion im Fokus.
Pressekonferenz des ukrainischen Präsidenten
Nach Angaben von UATV: Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj am 14. Februar 2023 auf einer Pressekonferenz in München über die mögliche Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern und die Zusammenarbeit mit Deutschland bei der Drohnenproduktion gesprochen. Die Entscheidung über die Raketen steht weiterhin aus. Die Münchner Sicherheitskonferenz bietet in diesen Tagen die Bühne für solche hochrangigen sicherheitspolitischen Gespräche.
Vom 13. bis 15. Februar 2023 findet die 62. Münchner Sicherheitskonferenz statt, an der rund 50 Staats- und Regierungschefs teilnehmen.
„Wir haben noch keine Entscheidung von der deutschen Seite erhalten. Ich will offen mit Ihnen sein. Ich muss in diesem Dialog eine Balance finden, was genau ich auswähle. Ich kann nicht alles auswählen. Natürlich würde ich während eines Krieges alles wählen wollen, aber ich kann es nicht. Daher hoffe ich, dass Sie verstehen, warum ich das nicht kann. Ich muss etwas auswählen. Ich wähle das, was ich jetzt sofort bekommen kann.“ – Wolodymyr Selenskyj
Zudem äußerte sich der ukrainische Präsident positiv über das gemeinsame Drohnenprojekt: „Ich habe diese gemeinsame Drohnenproduktion Deutschlands und der Ukraine besucht. Es sind bereits Drohnen an der Front, natürlich nicht alle, weil sie ein großes Paket an Drohnen produzieren. Das ist gut.“ Diese Aussagen unterstreichen die wachsende Bedeutung der militärischen Kooperation zwischen Kiew und Berlin in der aktuellen Konfliktlage.
Strategische Partnerschaft im Fokus
Die Bedeutung dieser Pressekonferenz liegt nicht nur in der Diskussion konkreter Waffenlieferungen, sondern auch in der Hervorhebung der strategischen Partnerschaft zwischen der Ukraine und Deutschland. Die Zusammenarbeit bei der Drohnenherstellung könnte ein wichtiger Baustein zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit werden, insbesondere in einem sich hinziehenden Krieg.
Die weiterhin ungeklärte Frage der Taurus-Lieferung zeigt indes die Komplexität diplomatischer Verhandlungen und die Notwendigkeit, in Sicherheitsfragen zu gegenseitig akzeptablen Lösungen zu gelangen. Solche Rüstungsentscheidungen sind stets auch ein politisches Signal an den Aggressor.
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