Kreml will Nahost-Konflikt laut Selenskyj nutzen, um Ukraine-Hilfe zu untergraben.
Selenskyj warnt vor russischen Strategien im Nahen Osten
Nach Angaben von UATV: In einem Gespräch mit dem US-Portal Axios äußerte Wolodymyr Selenskyj ernste Bedenken über die Auswirkungen der Kämpfe im Nahen Osten auf sein Land. Der ukrainische Präsident ist überzeugt, dass Russland ein langes Andauern dieser Auseinandersetzungen anstrebt, weil es daraus eigenen Nutzen ziehen kann: Die USA müssten ihre Aufmerksamkeit dann stärker auf die Region richten, was zwangsläufig zu weniger Militärhilfe für Kiew führen würde.
„Ich bin mir sicher, dass Russland einen langen Krieg will. Sie profitieren davon: Die USA konzentrieren sich auf den Nahen Osten und könnten die Militärhilfe für die Ukraine kürzen“, erklärte Selenskyj.
Öl-Sanktionen und neue Partnerschaften
Der Staatschef thematisierte zudem mögliche Lockerungen der US-Sanktionen gegen russische Ölexporte. „Ein Teil der Sanktionen wurde aufgehoben. Ich sehe nur Vorteile für Russland, wenn der Krieg mit dem Iran andauert“, sagte er und betonte, dass höhere Einnahmen Moskaus aus Energieverkäufen direkt zulasten der Ukraine gingen. „Wenn die Russen jetzt mehr Geld aus Energiegeschäften bekommen, hilft uns das nicht“, fügte der Präsident hinzu. Um diese Abhängigkeit von westlicher Unterstützung zu verringern, plant Kiew langfristige Abkommen mit Saudi-Arabien und Katar; auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Verträge in Aussicht genommen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen sollen Saudi-Arabien, Katar, die VAE und Jordanien mit ukrainischen Abwehrdrohnen beliefert werden.
Selenskyjs Äußerungen zeigen, wie genau die Ukraine globale Verschiebungen verfolgt, die ihre Sicherheit und die Hilfe westlicher Partner beeinflussen könnten. Falls Russland tatsächlich von einer nachlassenden US-Fokussierung auf die Ukraine profitiert, werden internationale Solidarität und strategische Verträge für Kiew noch wichtiger. Die geplanten Deals mit Nahost-Staaten könnten daher ein entscheidender Schritt sein, um die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken und die militärischen Partnerschaften breiter aufzustellen.
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