Ukrainische Streitkräfte planen ab März 2026 großangelegte Angriffe auf russische Raffinerien.
Offensive gegen Russlands Energieinfrastruktur: Was die Ukraine vorhat
Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainischen Streitkräfte bereiten sich darauf vor, ab März 2026 gezielt russische Ölraffinerien anzugreifen. Dies erklärte der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister Wolodymyr Hawrylow, der von 2022 bis 2023 im Amt war und zuvor von 2014 bis 2015 die Militärdiplomatische Akademie leitete. Seiner Einschätzung nach könnten solche Schläge die russische Wirtschaft empfindlich treffen. Hawrylow betont, dass die Energieversorgung – insbesondere Öl, Gas und die Logistik entlang der Frontlinie – die verwundbarste Stelle des Gegners sei.
„Wir haben die Achillesferse des Feindes erkannt: die Energiebranche, das Öl, das Gas, die Logistik entlang der Front und in den besetzten Gebieten.“ – Wolodymyr Hawrylow
Bereits in der Nacht zum 31. Mai hatten ukrainische Verteidigungseinheiten die Raffinerie „Saratowski“ in der russischen Oblast Saratow attackiert. Ein Großbrand auf dem Gelände wurde bestätigt. Hawrylow unterstrich, dass Angriffe auf die Öl-Infrastruktur für die russische Wirtschaft besonders schmerzhaft seien. Die Ukraine werde ihre Drohnenproduktion weiter steigern, um solche Operationen auszuweiten.
Strategische Eskalation: Drohnen als Schlüsselwaffe
Die geplanten Attacken sind Teil einer umfassenderen Strategie, Russlands wirtschaftliche Basis zu schwächen. Hawrylow kündigte an: „Von unserer Seite werden diese Angriffe nur noch zunehmen.“ Die ukrainischen Streitkräfte setzen dabei verstärkt auf moderne Drohnentechnologie, deren Produktion kontinuierlich ausgebaut wird. Ziel ist es nicht nur, wirtschaftlichen Schaden anzurichten, sondern auch die eigene Fähigkeit zu wirksamen Vergeltungsschlägen zu demonstrieren. Experten zufolge könnte diese Taktik den Kriegsverlauf maßgeblich beeinflussen, da sie Russlands Energiereserven direkt angreift.
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