Nach vier Jahren Gefangenschaft: Die erste Umarmung.

Nach vier Jahren Gefangenschaft: Die erste Umarmung
Nach vier Jahren Gefangenschaft: Die erste Umarmung

Das erste Telefonat nach vier Jahren

Nach Angaben von TSN.ua: Vier Jahre lang war es still. Dann, am 5. Februar, hörte Tamara Korjagina endlich wieder die Stimme ihres geliebten Sergej Michajlenko. Seine Worte waren ein Versprechen: "Mein Hase, mein Schatz, wir sehen uns jetzt gleich, ich komme zu dir, okay?" Für das Paar aus der Ukraine markierte dieser Anruf den Anfang vom Ende eines Albtraums. Sergej hatte sich im Mai 2022 auf der umkämpften 'Asow-Stahl'-Anlage in Mariupol in sogenannte 'ehrenhafte Gefangenschaft' begeben müssen. Tamara war selbst im März 2022 aus der belagerten Stadt geflohen und hatte ihr altes Leben zurückgelassen.

Die Hölle des 'Polarwolf' und ein unerschütterlicher Kampf

Während Sergej in der russischen Strafkolonie 'Polarwolf' auf Jamal eine lebenslange Haftstrafe unter extremen Bedingungen verbüßte, kämpfte Tamara unermüdlich für seine Freilassung. Ihre Entschlossenheit blieb ungebrochen, selbst als alle Hoffnung schien: "Ich werde alles tun, um ihn zu Hause zu sehen. Ich habe in Mariupol überlebt, um für meinen Geliebten zu kämpfen." Ihre Geschichte steht exemplarisch für das Schicksal tausender ukrainischer Familien, die auf Nachricht von ihren in Gefangenschaft geratenen Angehörigen warten.

“Ich werde alles tun, um ihn zu Hause zu sehen. Ich habe in Mariupol überlebt, um für meinen Geliebten zu kämpfen.” - Tamara Korjagina

Die späte Rückkehr wurde durch einen Gefangenenaustausch Ende 2024 möglich. Am 5. Februar 2026 betrat Sergej schließlich wieder ukrainischen Boden. Für ihn war es ein Neuanfang: "Heute, der 5. Februar, wird für immer in meiner Erinnerung bleiben, als mein zweites Leben." Tamara beschrieb die lange Qual der Ungewissheit: "Ein Höllenschlund namens 'Asow-Stahl' endete, und ein anderer begann – der Name dafür war Kriegsgefangenschaft." Ihre emotionale Wiederbegegnung nach all den Jahren des Leidens ist ein Symbol der Hoffnung und der Widerstandskraft der menschlichen Seele. Solche Momente des Wiederfindens sind inmitten von Krieg und politischer Repression von unschätzbarem Wert für die Moral einer ganzen Gesellschaft und geben anderen wartenden Familien Mut.


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