Neue Vorgaben: Wann Soldaten für die Pflege der Eltern freigestellt werden.
Freistellung vom Dienst für Elternpflege – verschärfte Bedingungen
Nach Angaben von Novyny.live: Für Angehörige der ukrainischen Streitkräfte gelten nun strengere Regeln, um aus dem Militärdienst für die Pflege eines Elternteils entlassen zu werden. Eine Freistellung ist nur noch möglich, wenn die Mutter eine anerkannte Schwerbehinderung der Gruppe I oder II aufweist und ein ärztlich attestierter Bedarf an permanenter Betreuung vorliegt. Sind andere nahe Verwandte vorhanden, die die Pflege übernehmen könnten, wird ein Antrag grundsätzlich abgelehnt.
Diese Regelung gilt unabhängig davon, wo sich die anderen Familienangehörigen aufhalten. Selbst wenn potenzielle Pflegepersonen im Ausland leben, hat dies keine Auswirkung auf die Entscheidung über eine mögliche Dienstfreistellung. Die Behörden prüfen ausschließlich die formellen Voraussetzungen im Inland.
Das Verteidigungsministerium hat diese Praxis eindeutig klargestellt.
„Leider ist eine Entlassung unter den von Ihnen geschilderten Umständen nicht möglich“, erklärte Andrij Karpenko.Jurij Ajwazjan präzisierte die Bedingungen:
„Eine Freistellung kommt nur in Betracht, wenn bei der Mutter eine Schwerbehinderung der Gruppe I oder II festgestellt wurde.“
Folgen der verschärften Regelung für Soldaten und ihre Angehörigen
Für Soldaten, die ihre pflegebedürftige Mutter unterstützen möchten, sind damit die Hürden deutlich höher geworden. Entscheidend sind nun ein amtlicher Schwerbehindertenstatus und ein Nachweis über den ständigen Betreuungsbedarf. Diese Verschärfung wird in der ukrainischen Gesellschaft kontrovers diskutiert, da sie tausende Familien direkt betrifft.
Die neuen Vorgaben stellen viele ukrainische Soldaten vor schwerwiegende persönliche Konflikte, insbesondere in der aktuellen Kriegssituation. Die Unmöglichkeit, bei vorhandenen anderen Verwandten eine Pflegefreistellung zu erhalten, kann zu erheblichen sozialen und emotionalen Belastungen führen. Dies verdeutlicht die schwierige Abwägung zwischen militärischen Erfordernissen und familiären Verpflichtungen in einer Ausnahmesituation.
Lesen Sie auch
- Junge Freiwillige gesucht: Wie der ‚Vertrag 18-24‘ die ukrainische Armee stärken soll
- Ab 1. Juli: Schärfere Regeln für E-Scooter in Lemberg – Das ändert sich für Fahrer
- Gesetzliche Änderungen von Arbeitsplätzen und Gehältern sind keine Mobbing am Arbeitsplatz, entscheidet der Oberste Gerichtshof der Ukraine
- Über 3 Millionen Griwna gesammelt: Ukrainer finanzieren Fahrzeuge für Drohnenjäger-Einheit
- Dank Solaranlagen: Bienenzahl in Minnesota verdreifacht – So funktioniert die Methode
- Bis zu 6656 Griwna: Wer auch 2026 noch staatliche Mietzuschüsse für Soldaten erhält

