Gedenktag am 12. März: Zwei Heilige und ihr Vermächtnis.
Zwei Heilige an einem Tag
Nach Angaben von TSN.ua: Der 12. März ist im orthodoxen Kirchenjahr ein bedeutender Gedenktag. An ihm wird zweier herausragender Heiliger gedacht: des Bekenner-Mönches Theophanes von Sigriane und des heiligen Papstes Gregor des Großen. Beide prägten das Christentum in unterschiedlichen Epochen nachhaltig.
Theophanes von Sigriane wurde um 752 in Konstantinopel geboren. Sein Lebenswerk war die Gründung eines bedeutenden Klosters in Sigriane. Im Jahr 787 berief man ihn zum Siebten Ökumenischen Konzil in Nicäa, wo er in den theologischen Streit um die Bilderverehrung eingriff. Als unter Kaiser Leo V. dem Armenier von 813 bis 820 erneut die Bilderfeindlichkeit ausbrach, traf ihn die Verfolgung. Er wurde verhaftet, verbannt und starb kurz darauf auf der Insel Samothrake.
Das Wirken von Papst Gregor I.
Der andere Geehrte, Gregor der Große, wandte sich um 574 von einer weltlichen Karriere ab und widmete sein Leben ganz der Kirche. Im Jahr 590 wurde er zum Papst gewählt. Sein Todestag, der 12. März 604, ist zugleich sein Gedenktag. Gregor hinterließ ein gewaltiges theologisches und liturgisches Erbe, das die abendländische Kirche bis heute prägt.
Der kirchliche Feiertag erinnert somit an das Vermächtnis dieser beiden Persönlichkeiten. Für Gläubige ist er eine Einladung, durch Gebet und Betrachtung ihrer Vorbilder zu gedenken und sich von ihrem Glauben inspirieren zu lassen.
Mit dem Tag sind auch bestimmte Volksbräuche und Überlieferungen verbunden, die ihm im Jahreslauf eine besondere Stellung verleihen. Gläubige pflegen an diesem Datum oft spezifische Andachten und meiden bestimmte Handlungen.
Der 12. März ist daher mehr als ein bloßer Eintrag im Kalender. Er ist ein Tag des Innehaltens, der spirituellen Besinnung und der bewussten Verbindung mit der lebendigen Tradition der Kirche. Die Erinnerung an Theophanes und Gregor fordert zur Reflexion über den eigenen Glauben heraus.
Für orthodoxe Christen hat dieses Datum eine tiefe Bedeutung. Es stiftet Identität, indem es die Gegenwart mit den Grundlagen des Glaubens verbindet und zu geistigem Wachstum anregt. Das Fest bewahrt so ein kulturelles und religiöses Erbe für die Zukunft.
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