Schauspieler aus „Die Frauenärztin“ bricht Kontakt zu Verwandten in Sibirien wegen Kriegsbefürwortung ab.

Schauspieler aus „Die Frauenärztin“ bricht Kontakt zu Verwandten in Sibirien wegen Kriegsbefürwortung ab
Schauspieler aus „Die Frauenärztin“ bricht Kontakt zu Verwandten in Sibirien wegen Kriegsbefürwortung ab

Die Entscheidung von Andrij Issajenko

Nach Angaben von TSN.ua: Andrij Issajenko, bekannt aus der Serie „Die Frauenärztin“, spricht offen über seine russischen Verwandten, die die Aggression gegen die Ukraine unterstützen, und seinen Entschluss, den Kontakt zu ihnen abzubrechen. Die mütterliche Seite seiner Familie lebt in Sibirien, wo die Stimmung gegenüber der Ukraine extrem feindselig ist, so der Schauspieler. Sein Cousin habe sich der russischen Armee angeschlossen, und auch der Sohn der Schwester seiner Mutter diene dort.

Der Künstler zog einen klaren Schlussstrich unter die Beziehungen zu jenen Angehörigen, die den Krieg befürworten.

„Ich habe die Leute einfach aus meinem Leben gestrichen, und das war’s. Auf Wiedersehen. Das sind keine Verwandten mehr“, betonte er.
Ergänzend sagte Issajenko:
„Es fällt viel leichter, jemanden wegen schlechter Taten auszuschließen.“
Diese Aussagen unterstreichen seine unmissverständliche Haltung zum Konflikt und die Ablehnung jeglicher Verbindung zu Kriegsbefürwortern.

Unterschiedliche Meinungen innerhalb der Familie

Eine Cousine von Issajenko entschuldigte sich jedoch für das Verhalten des russischen Volkes. Dieser Fall zeigt, wie gespalten die Ansichten in seiner Verwandtschaft sind. Dennoch behält sich der Schauspieler das Recht vor, sich von jenen zu distanzieren, die die aggressive Politik unterstützen.

Die Entscheidung von Andrij Issajenko spiegelt einen breiteren gesellschaftlichen Kontext wider: Viele Ukrainer, insbesondere öffentliche Persönlichkeiten, stehen vor dem Dilemma, wie sie mit Angehörigen umgehen sollen, die den Angreifer unterstützen. Diese Situation wirft Fragen zu moralischen Werten und der Verantwortung für das Handeln von Familienmitgliedern auf. Der anhaltende Krieg zwingt zu persönlichen Entscheidungen, die nicht nur für Einzelne, sondern für die gesamte Gesellschaft bedeutsam sind, da sie die tiefe Kluft zwischen unterschiedlichen Sichtweisen auf den Krieg und seine Folgen verdeutlichen.


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