Ukrainische Angriffe lassen Russlands Öleinnahmen von 253 auf 158 Milliarden Dollar einbrechen.
Wie ukrainische Treffer den russischen Ölexport beeinflussen
Nach Angaben von Слово і Діло — Інфографіка: Die Auswirkungen der ukrainischen Angriffe auf Russlands Exporte von Rohöl und Erdölprodukten werden immer deutlicher, besonders wenn man die Zahlen von 2022 bis 2026 betrachtet. Daten zeigen, dass Russland im Jahr 2022 durchschnittlich 5,11 Millionen Barrel Rohöl pro Tag ausführte. Hinzu kamen täglich 0,16 Millionen Barrel Benzin und 0,95 Millionen Barrel Diesel. In diesem Jahr erzielte Russland Einnahmen von 146,51 Milliarden Dollar aus dem Rohölexport und 106,41 Milliarden Dollar aus dem Export von Erdölprodukten. Diese hohen Erlöse waren damals noch von der weltweit hohen Nachfrage und den gestiegenen Preisen begünstigt.
Rückgang der Exportmengen
Bereits 2023 zeichnete sich jedoch ein Rückgang der Exportmengen ab, was auf die Folgen der ukrainischen Attacken hindeutet. Russland exportierte noch 4,91 Millionen Barrel Rohöl pro Tag, 0,21 Millionen Barrel Benzin und 0,96 Millionen Barrel Diesel. Die Einnahmen aus dem Rohölverkauf fielen auf 118,49 Milliarden Dollar, die aus Erdölprodukten auf 70,17 Milliarden Dollar. Für 2024 wird ein weiterer Rückgang prognostiziert: auf 4,78 Millionen Barrel Rohöl, 0,17 Millionen Barrel Benzin und 0,87 Millionen Barrel Diesel pro Tag.
Den vorliegenden Daten zufolge nahm Russland 2025 noch 101,26 Milliarden Dollar mit Rohöl und 57 Milliarden Dollar mit Erdölprodukten ein. Im Jahr 2026 sackten die russischen Rohölexporte dann auf 4,62 Millionen Barrel pro Tag ab – ein klares Zeichen für die anhaltende Negativentwicklung. Die sinkenden Erlöse sind nicht nur auf die ukrainischen Angriffe zurückzuführen, sondern auch auf die im Jahr 2022 eingeführte Ölpreisobergrenze und andere Sanktionen. Diese Faktoren haben die Einnahmen in den Jahren 2023 und 2024 gedrückt und beeinflussen auch die Perspektiven für 2025 und 2026, wo zusätzlich die Blockade der Straße von Hormus eine Rolle spielen könnte.
Der in den letzten Jahren zu beobachtende Rückgang der russischen Öl- und Erdölproduktexporte könnte schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für das Land haben. Studien belegen, dass die ukrainischen Angriffe und die internationalen Sanktionen die Fähigkeit Russlands, seine Einnahmen aus dem Energieexport zu sichern, erheblich beeinträchtigen – ein Sektor, auf dem seine Wirtschaft maßgeblich beruht. Die weiteren Prognosen deuten auf einen wachsenden Druck auf die russische Wirtschaft und mögliche Veränderungen in ihrer Energiepolitik hin. Da die Lage dynamisch bleibt, ist es wichtig, die Entwicklungen in diesem Wirtschaftszweig weiterzuverfolgen.
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