Günstige Nachbauten der „Shahed“-Drohnen aufgetaucht: Alibaba bot Kampfdrohnen mit Sprengstoff an.
Was über die tödlichen Drohnen auf Alibaba bekannt ist
Nach Angaben von TSN.ua: Die Online-Plattform Alibaba hat offenbar Drohnen zum Verkauf angeboten, die laut technischer Unterlagen als zivile Geräte für die Landwirtschaft oder Logistik beworben wurden. Tatsächlich aber besitzen sie Eigenschaften, die denen von Kampfdrohnen entsprechen. Einige Modelle können eine Sprengladung von bis zu 2 kg über eine Distanz von bis zu 100 km transportieren – was erhebliche Sicherheitsbedenken aufwirft.
Bei diesen Drohnen handelt es sich um eine günstigere Kopie der Shahed-136-Drohnen, die Russland im Krieg gegen die Ukraine intensiv einsetzt. Besonders bei den massiven Angriffen am 24. März kamen solche unbemannten Fluggeräte zum Einsatz, unter anderem gegen eine Kirche in Lemberg.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Einsatz der von Russland modernisierten iranischen Shahed-Drohnen gegen zivile Ziele als „absolute Perversion“.Um diese Waffen rankt sich zudem der Verdacht, dass sie trotz internationaler Sanktionen weiterhin in großer Stückzahl produziert und geliefert werden.
Nach der Aufdeckung dieser Verstöße entfernte Alibaba die entsprechenden Anzeigen und sperrte die Konten der Händler. Diese Schritte zeigen, dass die Plattform ihre Regeln ernst nimmt und den Verkauf gefährlicher Güter unterbinden will.
Der Verkauf von Drohnen mit potenziellem Kampfeinsatz auf Alibaba verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Technologien, die auch militärisch genutzt werden können. Der Fall wirft zudem Fragen zu den weltweiten Bemühungen gegen den illegalen Handel mit Waffen und Technologien auf, die die Sicherheit von Zivilisten gefährden. Die Maßnahmen von Alibaba könnten als Reaktion auf öffentlichen Druck und das Bemühen um Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards verstanden werden.
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