Rückwirkende Unterhaltspflicht: So können bis zu zehn Jahre nachgefordert werden – und was sich 2026 ändert.
Unterhaltsansprüche für vergangene Jahre
Nach Angaben von Novyny.live: Unterhalt kann auch rückwirkend geltend gemacht werden, wenn der Berechtigte nachweislich versucht hat, ihn zu erhalten. Ein Gericht kann Zahlungen für die Vergangenheit anordnen, maximal jedoch für einen Zeitraum von zehn Jahren. Das bedeutet, dass Elternteile oder Vormünder vor Gericht ziehen können, um ausstehende Beträge einzufordern, sofern sie ihre Bemühungen um Unterhalt in diesem Zeitraum belegen können.
Unterhaltsschulden und staatliche Leistungen
Eine Unterhaltsschuld entsteht, wenn die im Gerichtsurteil oder notariellen Vergleich festgelegten Zahlungen nicht geleistet werden. Wichtig zu wissen: Kinder haben bis zum 23. Lebensjahr Anspruch auf Unterhalt, sofern sie sich in Ausbildung befinden. Diese Regelung soll jungen Erwachsenen während ihrer Bildungsphase finanzielle Sicherheit bieten.
- Ab dem 1. Januar 2026 gelten folgende neue Mindestunterhaltssätze:
- 1.408,5 Hrywnja monatlich für Kinder bis sechs Jahre;
- 1.756 Hrywnja für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren.
- Die staatliche Geburtsbeihilfe wird zum 1. Januar 2026 auf 50.000 Hrywnja erhöht.
Die geplanten gesetzlichen Neuerungen sollen die finanzielle Absicherung von Kindern verbessern. Die Möglichkeit der rückwirkenden Geltendmachung kombiniert mit den erhöhten Mindestsätzen kann die wirtschaftliche Lage betroffener Familien spürbar entlasten. Wie Roman Simutin betont:
„In einem solchen Fall kann das Gericht Unterhalt für die Vergangenheit zusprechen, allerdings für nicht mehr als zehn Jahre.“Für Eltern ist es daher entscheidend, ihre Rechte in Unterhaltsfragen genau zu kennen.
Die bevorstehenden Anpassungen im Unterhalts- und Sozialrecht werden voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die sozioökonomische Situation vieler Familien haben. Höhere Unterhaltszahlungen und eine gestiegene Geburtsbeihilfe schaffen bessere Rahmenbedingungen für die Kindererziehung und entlasten die Haushalte. Ein gestärktes Rechtsbewusstsein der Eltern kann zudem dazu beitragen, Zahlungsausfälle zu reduzieren und die finanzielle Stabilität bedürftiger Familien zu erhöhen.
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