Kontopfändung im Krieg: So erhalten Sie weiterhin Geld.
Bankkonten in Kriegszeiten nutzen
Nach Angaben von Novyny.live: Für Schuldner in der Ukraine gibt es auch während des Krieges einen Weg, an einen Teil ihrer gepfändeten Bankguthaben zu gelangen. Ein bestehendes Gesetz sieht vor, dass im Jahr 2026 ein monatlicher Freibetrag von bis zu 17.294 Hrywnja nicht gepfändet werden darf. Diese Regelung stellt sicher, dass Betroffene auch in der wirtschaftlich angespannten Lage ihre Grundbedürfnisse decken können. Die Maßnahme ist ein wichtiger sozialer Schutzmechanismus in der Krise.
Eine Pfändung kann zwar alle Konten einer natürlichen Person im Rahmen eines Vollstreckungsverfahrens betreffen. Das Gesetz verbietet jedoch ausdrücklich den Zugriff auf Konten, über die folgende Zahlungen eingehen:
- Renten;
- Stipendien;
- Gehälter;
- Sozialhilfe.
Damit sollen finanziell schwache Bevölkerungsgruppen geschützt und ein Mindestmaß an Stabilität gewährleistet werden.
Ablauf: So beantragen Sie den Zugriff
Um während des Kriegsrechts auf die gesperrten Mittel zugreifen zu können, muss der Schuldner einen entsprechenden Antrag beim Gerichtsvollzieher stellen. Entscheidend ist die Frist: Der Vollstreckungsbeamte ist verpflichtet, innerhalb von zwei Werktagen nach Antragseingang eine Entscheidung über die Freigabe zu treffen. Diese kurze Bearbeitungszeit soll eine schnelle Entlastung in finanziellen Notsituationen ermöglichen.
Ebenfalls zu beachten sind Konten mit speziellem Verwendungszweck, die ebenfalls gepfändet werden können. Auch hier können jedoch besondere Regelungen gelten, die eine teilweise Nutzung der Mittel trotz Sperre erlauben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Pfändung auch vollständig aufgehoben werden, was den Betroffenen wieder uneingeschränkte finanzielle Handlungsfähigkeit gibt.
Zusammenfassend haben also auch Ukrainer mit gepfändeten Konten die Möglichkeit, einen Teil ihres Geldes zu erhalten. Diese rechtlichen Mechanismen sind eine direkte Unterstützung für die Bevölkerung in Kriegszeiten und dienen der Sicherung der Existenzgrundlage.
Die gesetzlichen Neuerungen haben eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Da viele Menschen im Krieg mit finanziellen Engpässen konfrontiert sind, hilft der Zugang zu einem Teil der eigenen Mittel beim Überleben. Die gesetzlichen Regelungen betonen die Notwendigkeit, vulnerable Gruppen zu stützen – ein besonders wichtiger Aspekt in der aktuellen Phase der Instabilität und wirtschaftlichen Herausforderungen. Solche Maßnahmen tragen zudem zum sozialen Frieden und zur Stabilität in der Gesellschaft während der Krise bei.
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